223 Begriffe

Bushcraft-Glossar: 223 Begriffe einfach erklärt

Bushcraft hat seine eigene Sprache – ein Gemisch aus Jägersprache, Seemannsknoten, Pfadfinderdeutsch und vielen englischen Begriffen. Dieses Glossar erklärt 223 Begriffe aus unseren Ratgebern in ein, zwei klaren Sätzen, von A-Frame bis Zwiebelprinzip. Jeder Eintrag gehört zu einem von sieben Bereichen – Feuer, Shelter, Wasser, Kochen, Werkzeug, Fertigkeiten und Ausrüstung – und führt meist direkt zum Ratgeber oder Rechner, der das Thema ausführlich behandelt. Neu dabei? Dann starte mit Bushcraft für Anfänger. Einträge zu Gesundheit und Recht sind kurze, neutrale Definitionen und keine Beratung: Folge den verlinkten Ratgebern und prüfe die Regeln vor Ort.

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30/30-Regel Dreißig-dreißig-Regel
Gewitterregel: Liegen weniger als 30 Sekunden zwischen Blitz und Donner, ist das Gewitter gefährlich nah; nach dem letzten Donner wartest du 30 Minuten. Siehe Gewitter erkennen. Fertigkeiten
30°-Regel Hängewinkel, Dreißig-Grad-Regel
Faustregel fürs Aufhängen der Hängematte: Die Aufhängung soll auf beiden Seiten etwa 30° unter der Waagerechten verlaufen, damit die Last auf Gurten und Bäumen moderat bleibt. Siehe Hängematte richtig aufhängen. Shelter

A

A-Frame Satteldach, Giebeldach
Der Grundaufbau fürs Tarp: Die Plane hängt über oder unter der Firstleine, beide Seiten werden wie ein Dach abgespannt. Gut bei Regen und wenig Wind; siehe Tarp-Aufbauvarianten und den Tarp-Planer. Shelter
Abkochen
Wasser sprudelnd kochen, um Krankheitserreger abzutöten. Üblich ist eine Minute, oberhalb von etwa 2.000 m drei Minuten; siehe Wie lange muss man Wasser abkochen? und den Siedepunkt-Rechner. Wasser
Abspannleine Abspannschnur, Guyline
Schnur, die von einem Abspannpunkt des Tarps oder Zelts zu einem Hering oder anderen Anker führt und das Gewebe straff hält. Passende verstellbare Knoten stehen unter Knoten fürs Tarp. Shelter
Abspannpunkt Tie-out, Abspannschlaufe
Verstärkte Schlaufe an Rand, First oder Fläche eines Tarps, an der die Abspannleinen befestigt werden. Zahl und Lage bestimmen, welche Aufbauten möglich sind; siehe Abspannpunkte und Befestigung. Ausrüstung
Anzündholz Kindling, Anmachholz
Dünne, trockene Stöcke von Streichholz- bis Daumenstärke, die die Flamme vom Zunder auf das Brennholz übertragen. Wie du es aus dickeren Ästen gewinnst, zeigt Anzündholz spalten; die Menge schätzt der Brennholz-Rechner. Feuer
Auffanglinie Catching Feature
Geländemerkmal, das quer zur Route kurz hinter dem Ziel liegt, etwa eine Straße oder ein Fluss. Erreichst du es, bist du zu weit gegangen; siehe Auffanglinien. Fertigkeiten
Axtkeil Keil
Schmaler Keil, der in den Schlitz oben im Axtstiel getrieben wird, das Holz im Öhr spreizt und den Kopf sichert. Die Hauptarbeit macht ein trockener Hartholzkeil; ein Stahlkeil kommt, wenn überhaupt, quer dazu. Siehe Axtstiel wechseln. Werkzeug
Axtmaske Schneidenschutz, Axtscheide
Eng sitzende Hülle, traditionell aus Leder, die die ganze Schneide der Axt abdeckt, sobald das Werkzeug nicht benutzt wird. Siehe Schutzhülle und sicherer Transport. Werkzeug

B

Balligschliff balliger Schliff, Convex Grind
Schliff, bei dem die Flanken bauchig gewölbt in die Schneide laufen, statt als ebene Flächen aufeinanderzutreffen. Er ist robust und typisch für Äxte; siehe Flach- und Balligschliff schärfen. Werkzeug
Bannock
Schnelles Brot ohne Hefe und Ofen, meist ein Backpulverteig, der in der Pfanne gebraten oder gebacken wird – der nordamerikanische Verwandte des Stockbrots. Siehe Stockbrot und Bannock. Kochen
Basisgewicht Base Weight
Gewicht der gesamten Ausrüstung im Rucksack ohne Essen, Wasser und Brennstoff. Richtwerte stehen unter Wie schwer darf ein Bushcraft-Rucksack sein?; der Ausrüstungsplaner rechnet es aus. Ausrüstung
Bast
Die faserige innere Rinde von Bäumen wie der Linde oder die äußeren Stängelfasern von Pflanzen wie der Brennnessel – Rohstoff für selbst gedrehte Schnur. Siehe die besten Naturfasern. Fertigkeiten
Batoning
Holz spalten, indem die Messerklinge aufs Stirnholz gesetzt und mit einem Schlagholz hindurchgetrieben wird. So erreichst du den trockenen Kern nasser Äste, belastest das Messer aber stark; siehe Was ist Batoning?. Werkzeug
Bauschkraft Fillpower, cuin, Loft
Maß für die Daunenqualität in Kubikzoll pro Unze (cuin). Je höher die Bauschkraft, desto mehr Loft aus weniger Daune – der Schlafsack wird bei gleicher Wärme leichter. Siehe Daune oder Kunstfaser. Ausrüstung
Betretungsrecht
Das Recht, Wald und freie Landschaft zur Erholung zu betreten, auch auf Privatgrund. Es regelt den Zugang, nicht das Übernachten; neutrale Einordnung unter die Rechtslage. Shelter
Billy Can Billy, Bügeltopf
Schlichter zylindrischer Topf mit Drahtbügel. Am Bügel hängt er über dem Feuer und lässt sich mit einem Stock aus der Hitze heben; siehe Billy Can. Kochen
Birkenpech Birkenteer
Schwarze, klebrige Masse, die entsteht, wenn Birkenrinde unter Luftabschluss erhitzt wird; schon in der Steinzeit diente sie als Kleber, etwa für Steinspitzen am Schaft. Die Herstellung ist ein Werkstattprojekt für Erfahrene, nichts zum Improvisieren im Lager; siehe Birkenrinde nutzen. Fertigkeiten
Biwakieren Biwak
Ursprünglich die improvisierte, oft ungeplante Nacht im Freien; heute auch die bewusst einfache Übernachtung ohne Zelt. Zur Technik siehe Was ist ein Biwak?, zur Rechtslage Zelten oder Biwakieren. Shelter
Biwaksack Bivvy Bag, Bivy
Körpernah geschnittene, wasserdichte und atmungsaktive Hülle, die den Schlafsack vor Tau, Wind und leichtem Regen schützt und etwas Wärme bringt. Siehe Wann du einen Biwaksack brauchst. Ausrüstung
Blockhausfeuer Log Cabin, Blockhüttenfeuer
Feuerart, bei der Hölzer paarweise über Kreuz wie Hüttenwände um ein kleines Tipi gestapelt werden. Es brennt gleichmäßig und fällt zu einem flachen Glutbett zusammen – ideal zum Kochen am Lagerfeuer. Feuer
Blutkreis Sicherheitskreis, Blood Circle
Der Bereich in Reichweite von ausgestrecktem Arm plus Klinge, in dem niemand stehen darf, während du schneidest. Siehe Sicherheitskreis und sicherer Umgang. Werkzeug
Bodenzeichen Boden-Luft-Zeichen
Große, kontrastreiche Symbole auf offenem Gelände für Luftfahrzeuge, etwa V für „brauche Hilfe“ und X für „brauche medizinische Hilfe“. Siehe Boden-Luft-Zeichen. Fertigkeiten
Bortle-Skala
Skala für die Dunkelheit des Nachthimmels von 1 (ursprünglich dunkel) bis 9 (Innenstadt). Je dunkler die Klasse, desto mehr schwache Sterne und Milchstraße siehst du; siehe Sterne beobachten beim Camping. Fertigkeiten
Brennhilfe Fire Extender
Material, das eine Minute oder länger brennt und so die Lücke zwischen kurzer Zunderflamme und feuchtem Anzündholz schließt, etwa Kienspäne oder Birkenrinde. Siehe Brennhilfen bei Nässe. Feuer
Brennpunkt Brennweite
Der Punkt hinter einer Linse, an dem sich das gebündelte Sonnenlicht zum kleinsten, heißesten Fleck trifft; der Abstand von der Linse dorthin ist die Brennweite. Diesen Fleck ruhig auf dunklem Zunder zu halten, ist der ganze Trick beim Feuer mit der Lupe. Feuer
Brusthebelgriff Brusthebel, Chest Lever
Schnitzgriff mit beiden Händen vor der Brust, die Schneide zeigt nach außen. Die Klinge bewegt sich nur wenige Zentimeter – viel Kraft bei sehr hoher Kontrolle; siehe die sicheren Messergriffe. Fertigkeiten
Bucht Bight
Ein U-förmig gelegtes Seilstück, das sich nicht kreuzt. Kreuzen sich die beiden Schenkel, wird daraus ein Auge, also eine Schlaufe; siehe Knotenbegriffe erklärt. Fertigkeiten
Bund Lashing
Bindung aus Wicklungen und Würgeschlägen, die Stange mit Stange verbindet – im Unterschied zum Knoten, der Seil mit Seil oder Seil mit einem Gegenstand verbindet. Siehe Was ist ein Bund?. Fertigkeiten
Bushcraft
Das praktische Wissen, mit wenig Ausrüstung in der Natur zu leben: Feuer, Shelter, Wasser, Essen und Werkzeug. Anders als Survival geschieht es freiwillig; siehe Was ist Bushcraft?. Fertigkeiten

C

Char Cloth Zunderstoff, Kohletuch, Zunderleinen
Stoff aus Pflanzenfasern, meist Baumwolle, der in einer Dose fast ohne Luft verkohlt wird. Er fängt schon einen schwachen Funken und glimmt dann weiter; siehe Was ist Char Cloth?. Feuer
Chlordioxid
Chemisches Mittel zur Wasserentkeimung als Tabletten oder Zwei-Komponenten-Tropfen. Es wirkt gegen Bakterien, Viren und Giardien und langsam auch gegen Kryptosporidien; es gilt die Packungsangabe. Siehe Chlordioxid. Wasser

D

Dakota-Feuerloch Dakota Fire Hole, Grubenfeuer
Unterirdisches Feuer mit Luftzug: eine Feuergrube und ein kleinerer Lufttunnel, der sie von der Windseite her von unten versorgt. Es brennt heiß, raucharm und windgeschützt; siehe Dakota-Feuerloch. Feuer
Dampfsperre VBL, Dampfsperren-Inlett
Nicht atmungsaktives Inlett im Schlafsack, das auf kalten Mehrtagestouren verhindert, dass sich Körperfeuchtigkeit in der Isolierung sammelt. Erwähnt unter Biwakieren bei Frost. Ausrüstung
Destillieren
Wasser kochen, den Dampf auffangen und an sauberer Stelle kondensieren lassen. Es ist die einzige improvisierte Methode, die Wasser von Salz trennt; siehe Wasser improvisiert destillieren. Wasser
Diagonalbund
Bund für zwei Stangen, die sich kreuzen, aber nicht fest aneinanderliegen. Die Wicklungen laufen in beiden Richtungen diagonal über die Kreuzung; siehe Diagonalbund binden. Fertigkeiten
Doppelschritt Schrittzählen, Pace Count
Maß fürs Schrittzählen: Gezählt wird jedes Mal, wenn derselbe Fuß aufsetzt. Auf ebenem Boden sind es meist etwa 60–70 Doppelschritte pro 100 m; deinen Wert kalibrierst du mit dem Schrittzähl-Rechner. Fertigkeiten
Drehkopf Druckstück, Handstück, Bearing Block
Oberes Teil des Feuerbohrers: hartes Holz, Stein oder Knochen mit kleiner glatter Mulde, mit dem du die Spindel möglichst reibungsarm nach unten drückst. Siehe die Teile eines Feuerbohrers. Feuer
Drei-Schüssel-System Spülstraße
Spülstraße für Gruppenlager: Schüssel 1 zum Spülen mit heißem Wasser und einem Tropfen Seife, Schüssel 2 zum Klarspülen, Schüssel 3 mit sehr heißem Wasser zum Abbrühen mit Zange oder Netzbeutel. Siehe Abwaschen beim Camping. Wasser
Dreibein Tripod
Drei oben zusammengebundene Stangen, die frei stehen und an denen ein Topf über dem Feuer hängt. Gebaut wird es mit einem einzigen Bund; siehe Lagerbauten: Dreibein und Topfhalter. Kochen
Dreibeinbund
Bund, der drei Stangen so verbindet, dass sie sich zu einem frei stehenden Dreibein spreizen lassen, etwa als Topfhalter. Siehe Dreibeinbund binden. Fertigkeiten
Dreierregel Rule of Threes
Grobe Merkhilfe für Prioritäten: etwa drei Minuten ohne Luft, drei Stunden ohne Schutz bei rauem Wetter, drei Tage ohne Wasser, drei Wochen ohne Essen. Siehe Prioritäten draußen. Fertigkeiten
Dunkeladaptation Dunkelanpassung
Die langsame Anpassung der Augen an die Dunkelheit, die etwa 20–30 Minuten dauert, bevor schwache Sterne sichtbar werden. Weißes Licht macht sie zunichte, gedimmtes Rotlicht stört sie viel weniger; siehe Sterne beobachten. Fertigkeiten
Dutch Oven Feuertopf, Camp Oven
Dickwandiger gusseiserner Topf mit Deckel. Die Lagerversion hat drei kurze Füße und einen flachen Deckel mit Rand, der Glut trägt – so wird der Topf zum Backofen. Siehe Was ist ein Dutch Oven?. Kochen
DWR Imprägnierung, wasserabweisende Ausrüstung
Die wasserabweisende Ausrüstung auf dem Obermaterial von Regenkleidung, an der Regen abperlt. Trocken hält sie dich nicht allein, aber sie hält die Jacke atmungsaktiv – deshalb wird sie gewaschen und erneuert; siehe Regenkleidung fürs Wandern. Ausrüstung

E

Einbrennen Patina (Gusseisen), Seasoning
Dünne Ölschicht, die auf Gusseisen eingebacken wird, bis sie zu einem harten, dunklen, glatten Überzug aushärtet. Sie schützt vor Rost und wirkt wie eine Antihaftschicht; siehe Dutch Oven einbrennen. Kochen
Energiedichte Kaloriendichte
Kilokalorien pro Gramm Essen, so wie es im Rucksack liegt. Sie bestimmt, wie viel ein Tag Verpflegung wiegt; Werte unter Gramm Essen pro Tag und im Kalorien- und Essensplaner. Kochen
Erdstrom Schrittspannung
Blitzstrom, der sich vom Einschlagpunkt meterweit im Boden ausbreitet und durch die Beine aller fließen kann, die in der Nähe stehen oder liegen. Geschlossene Füße verringern ihn; siehe Verhalten bei Gewitter. Fertigkeiten
Erfrierung
Kälteschaden, bei dem Haut und tieferes Gewebe gefrieren. Allgemeine Informationen zu Warnzeichen – keine medizinische Beratung – stehen unter Erfrierungen und Unterkühlung früh erkennen. Shelter
Erl Angel, Tang
Der Teil der Klinge, der in den Griff hineinreicht. Ein durchgehender Erl (Full Tang) verläuft über die ganze Länge und Breite des Griffs und ist die stabilste Bauart; siehe Erl-Bauarten. Werkzeug
Erste-Hilfe-Set Verbandpäckchen, First Aid Kit
Kompakt und wasserdicht verpacktes Verbandmaterial und Werkzeug für typische Verletzungen draußen. Es unterstützt das Können, ersetzt aber keinen Kurs; siehe Was gehört ins Erste-Hilfe-Set?. Ausrüstung
Essensbeutel hängender Packsack, Food Bag
Beutel oder Packsack mit allen Lebensmitteln, der nachts abseits des Schlafplatzes aufgehängt wird, damit Mäuse, Fuchs und Wildschwein nicht herankommen. Siehe Tiere vom Essen fernhalten. Kochen

F

Faserauslauf Run-out
Holzfasern, die schräg an der Oberfläche eines Stiels austreten, statt von Ende zu Ende durchzulaufen. Jede solche Stelle ist eine mögliche Risslinie, deshalb scheidet ein Stiel mit Faserauslauf nahe dem Kopf aus; siehe den richtigen Axtstiel wählen. Werkzeug
Featherstick Feather Stick, Fuzz Stick, Lockenholz
Trockenes Holzstück mit vielen hauchdünnen Locken, die am unteren Ende am Stock bleiben. So wird gewöhnliches Totholz zugleich zu Zunder und Anzündholz; siehe Was ist ein Featherstick?. Feuer
Feldflasche Canteen
Trinkflasche im Militärstil, die in einer Stoffhülle steckt, oft zusammen mit einem Metallbecher, der direkt auf Feuer oder Kocher gestellt werden kann. Siehe die klassische Feldflasche. Wasser
Feuerart Feueraufbau, Fire Lay
Die Anordnung von Zunder, Anzündholz und Brennholz vor dem Anzünden. Sie entscheidet, wie schnell ein Feuer anbrennt und wofür es taugt; siehe die Feuerarten-Übersicht oder den Feuerarten-Finder. Feuer
Feuerbohren Feuerbohrer, Bogenbohrer, Bow Drill
Reibungsfeuer mit Bogen, Spindel, Feuerbrett und Drehkopf. Durch das Bohren entsteht heißes Holzmehl, das sich in einer Kerbe sammelt und zur Glut wird; siehe wie Feuerbohren funktioniert. Feuer
Feuerbrett Herdbrett, Bohrbrett
Das flache Brett des Feuerbohrers mit eingebrannter Mulde für die Spindel und einer Kerbe, in der sich das heiße Holzmehl sammelt und die Glut entsteht. Siehe Mulde einbrennen und Kerbe schneiden. Feuer
Feuerdreieck
Die drei Dinge, die jedes Feuer gleichzeitig braucht: Hitze, Brennstoff und Sauerstoff. Fehlt eines davon, erlischt die Flamme – das erklärt die meisten misslungenen Feuer. Siehe das Feuerdreieck. Feuer
Feuerleiter Holzstufen
Die stufenweise Steigerung der Holzstärke vom Zunder über Anzündholz zum Brennholz, jede Stufe etwa zwei- bis dreimal so dick wie die vorige. Siehe die Feuerleiter. Feuer
Feuerpflug Fire Plough
Reibungsfeuer ohne Spindel: Ein stumpfer Stab wird kräftig und schnell in einer Rille über ein weiches, trockenes Brett geschoben, bis das dunkle Holzmehl am Rillenende zu Glut wird. Sein Verwandter ist die Feuersäge; siehe Feuerpflug und Feuersäge. Feuer
Feuerschale Feuerkorb, Fire Pan
Metallschale, die leicht erhöht über dem Boden steht, Hitze von Erde und Bewuchs fernhält und es erlaubt, die Asche restlos zu entfernen. Siehe Feuerstelle, Feuerschale und Hügelfeuer. Feuer
Feuerschlagen Feuerstein und Schlageisen, Flint and Steel
Traditionelle Zündmethode: Ein harter, scharfkantiger Stein schabt glühende Partikel vom kohlenstoffreichen Schlageisen. Die Funken sind vergleichsweise kühl und brauchen Char Cloth oder Zunderschwamm; siehe wie Feuerschlagen funktioniert. Feuer
Feuerstahl Ferro Rod, Zündstahl, Auermetall
Stab aus Cereisen (Ferrocerium), von dem eine harte, scharfe Kante sehr heiße Funken abschabt. Er funktioniert auch nass, liefert aber Funken und keine Flamme; siehe Was ist ein Feuerstahl?. Feuer
Feuerverbot
Dauerhaftes oder zeitweises Verbot von offenem Feuer, etwa im Wald oder bei hoher Waldbrandgefahr; teils gilt es auch für Kocher. Die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland – neutraler Überblick unter Lagerfeuer, Kocher und Waldbrandgefahr. Feuer
Firstleine Firstlinie, Ridgeline
Straff zwischen zwei Bäumen gespannte Schnur, die das Tarp trägt, die Höhe des Shelters festlegt und das Gewebe glatt hält. Die Spannmethoden stehen unter die Firstleine. Shelter
Flachschliff Flat Grind
Klinge, die vom Rücken flach zur Schneide hin zuläuft und in einer kleinen zweiten Fase endet. Sie schneidet leicht; die Schliffarten vergleicht Welcher Schliff?. Werkzeug
Folienpäckchen
Essen, das fest in starke oder doppelte Alufolie gewickelt und in die Glut gelegt wird, wo es im eigenen Dampf gart. Siehe Rezepte in Alufolie. Kochen
Fresnellinse Fresnel-Linse, Fresnel-Karte
Flache Linse, deren Wölbung in schmale, konzentrische Ringe zerlegt ist, oft als Kunststoffkarte erhältlich. Sie bündelt Sonnenlicht wie eine Lupe, biegt sich aber leicht und wird deshalb an den Rändern flach gehalten; siehe Feuer mit Lupe machen. Feuer
Fünf W’s 5 W’s
Merkhilfe für die Lagerplatzwahl: Wind, Wasser, Holz, Totholz über dir und Wildtiere – nach den englischen Begriffen Wind, Water, Wood, Widowmakers, Wildlife. Siehe die 5 W’s. Shelter
Funkenschutz Funkenfänger
Feine Gitterkappe auf dem Ofenrohr, die glühende Teilchen vom Zeltdach und von trockener Vegetation fernhält. Siehe Hot Tent mit Zeltofen. Shelter
Furt
Stelle, an der ein Bach zu Fuß durchwatet wird. Eine gute Furt ist breit, flach und gerade; du gehst mit dem Gesicht gegen die Strömung und schiebst dich seitlich, mit einem Stock als drittem Bein. Siehe Bach durchqueren. Wasser

G

Gamaschen Wandergamaschen
Überzüge, die die Lücke zwischen Hose und Schuh schließen und Wasser, nasses Gras, Schlamm, Steine und Schnee aus dem Schaft halten. Sie schützen außerdem die Hose vor Dornen; siehe Regenkleidung und Winterwandern. Ausrüstung
Giardien Giardia, Lamblien
Im Wasser vorkommende einzellige Parasiten, deren Zysten etwa 8–12 µm groß sind und von Filtern mit 0,1–0,2 µm zurückgehalten werden. Größenvergleich unter Porengröße. Wasser
Glut abdecken Feuer abdecken, Glut halten
Ein Feuer bewusst bremsen: Die Glut wird zu einem kompakten Bett zusammengeschoben, dickes Hartholz dicht angelegt und der Rand mit einer dünnen Ascheschicht bedeckt. So brennt es langsamer und hält länger Glut – aus ist es aber nicht; siehe Feuer über Nacht halten. Feuer
Grabenfuß Trench Foot, Immersionsfuß
Kälteschaden ohne Frost, der entsteht, wenn Füße viele Stunden oder Tage nass und kühl bleiben. Allgemeine Informationen und Vorbeugung unter kalte, nasse Füße. Ausrüstung
Grat Burr, Drahtkante
Feiner Stahlrand, der an der Schneide entsteht, wenn eine Seite weit genug auf dem Stein geschliffen wurde. Er wird auf der Gegenseite und beim Abziehen entfernt; siehe Schärfen unterwegs. Werkzeug
Grauwasser Spülwasser
Gebrauchtes Spülwasser mit Essensresten und etwas Seife. Es wird gesiebt und mindestens 60 m von Bach oder See entfernt breit über Erdboden verteilt; siehe Abwaschen beim Camping. Wasser
Grödel Schuhketten, Spikes, Microspikes
Gummibänder mit kurzen Zacken und Ketten, die auf fast jeden Wanderschuh passen, gemacht für vereiste Waldwege, festgetretene Winterwege und sanfte Hänge. Steigeisen mit langen, starren Zacken sind Bergsteigerausrüstung; siehe Winterwandern im Schnee. Ausrüstung

H

Hackklotz Hackstock, Spaltklotz
Standfester Holzklotz mit ebener Oberseite, auf dem Brennholz gespalten wird. Er hebt das Werkstück an, schont die Schneide und fängt Fehlschläge ab; siehe der Hackklotz. Werkzeug
Handstraußregel Handstraußregelung
Regelung im Bundesnaturschutzgesetz, nach der geringe Mengen wild wachsender Pflanzen für den Eigenbedarf außerhalb von Schutzgebieten gesammelt werden dürfen. Zur Einordnung siehe Fasern rücksichtsvoll und legal sammeln. Fertigkeiten
Handtest
Faustregel für die Hitze der Glut: Die flache Hand in Garhöhe über die Glut halten und die Sekunden zählen, bis es unangenehm wird. Siehe der Handtest. Kochen
Hartholz Laubholz
Holz von Laubbäumen wie Eiche, Buche, Birke oder Esche. Es brennt zu lange haltender Glut herunter; siehe Bäume bestimmen und Holzarten und welches Holz die beste Glut gibt. Fertigkeiten
Heißräuchern
Garen im Rauch bei etwa 80–120 °C, bis die dickste Stelle des Fischs 63 °C erreicht – das Ergebnis ist durchgegart. Beim Kalträuchern unter etwa 30 °C bleibt das Lebensmittel roh, das gehört nicht ins Lager; siehe Fisch räuchern am Lagerfeuer. Kochen
Hering Zelthering, Zeltnagel
Stift, der schräg in den Boden gedrückt wird und eine Abspannleine verankert. Welche Form in welchem Boden hält, zeigt Heringe und Anker für jeden Boden. Shelter
Hitzeerschöpfung
Die Warnstufe der Hitzeerkrankung mit starkem Schwitzen, blasser, klammer Haut, Kopfschmerz, Schwindel und Übelkeit, während die Person klar bleibt. Pause, Schatten, Haut kühlen und schluckweise trinken; siehe Wandern bei Hitze. Fertigkeiten
Hitzezonen
Ungleich verteilte Glut mit einem heißen, einem mittleren und einem warmen Bereich, sodass du auf einem Feuer anbraten, garen und warmhalten kannst. Siehe Hitzezonen einrichten. Kochen
Hitzschlag
Lebensbedrohlicher Hitzenotfall mit sehr heißer Haut, Verwirrtheit oder Kollaps. Ruf die 112 und kühle die Person sofort und ununterbrochen; siehe Hitzeerschöpfung und Hitzschlag. Fertigkeiten
Hobo-Kocher Hobo, Hobokocher, Hobo-Ofen
Kleiner Holzkocher, klassisch aus einer Konservendose, der wie ein kurzer Kamin arbeitet: Unten angesaugte Luft facht die Glut unter dem Topf an. Siehe Wie funktioniert ein Hobo-Kocher?. Kochen
Höhenlinie Isohypse
Linie auf der Karte, die Punkte gleicher Höhe verbindet. Eng liegende Linien bedeuten steiles, weit auseinanderliegende flaches Gelände; siehe Höhenlinien lesen. Fertigkeiten
Hohlfaserfilter Hohlfasermembran-Filter
Wasserfilter aus Bündeln dünner Kunststoffröhrchen mit mikroskopisch kleinen Poren in der Wand. Er hält Protozoen und Bakterien zurück, aber keine Viren und nichts Gelöstes; siehe Filtertypen im Vergleich. Wasser
Holzvergaser Holzgaskocher, Wood-Gas Stove
Doppelwandiger Holzkocher, der auch die aus dem Holz austretenden Gase verbrennt und deshalb sauberer brennt als ein einfacher Hobo-Kocher. Die Bauarten vergleicht Outdoor-Kocher im Überblick. Kochen
Hot Tent Ofenzelt
Zelt, das für einen Holzofen gebaut ist: mit Ofendurchführung, funkenunempfindlichem Gewebe, Lüftungen und Platz für sichere Abstände. Ofen, Grill oder Glut gehören nie in ein normales Zelt; siehe Hot Tent mit Zeltofen. Shelter

I

Inlett Schlafsack-Inlett, Liner
Dünner Innenschlafsack, in dem du schläfst und der den Großteil von Schweiß, Hautfett und Schmutz auffängt, bevor er den Schlafsack erreicht. Er wird nach jeder Tour wie ein Bettlaken gewaschen; siehe Schlafsack pflegen. Ausrüstung
Isomatte Schlafmatte, Sleeping Pad
Unterlage, die den Körper nachts gegen den kalten Boden isoliert – als Schaummatte, selbstaufblasende Matte oder Luftmatte. Die Bauarten vergleicht Welche Isomatte?. Ausrüstung

J

Jedermannsrecht Allemansrätten, Allemannsretten
Das nordische Gewohnheitsrecht, das unter anderem kurzes Zelten auf nicht bewirtschaftetem Land fern von Häusern erlaubt. In Deutschland gibt es kein solches Recht; siehe Wildcampen in Europa. Shelter

K

Kalt einweichen Cold Soaking
Getrocknetes Essen ohne Kocher in kaltem Wasser rehydrieren; selbst getrocknete Mahlzeiten brauchen dafür etwa 1–2 Stunden. Das Wasser muss schon trinkbar sein; siehe Essen dörren für Touren. Kochen
Kaltluftsee Kältesee, Cold Sink
Kalte, schwere Luft, die in klaren, windstillen Nächten hangabwärts fließt und sich in Tälern und Senken sammelt. Dort ist es mehrere Grad kälter als am Hang; siehe Kaltluftseen. Shelter
Kehrwasser Eddy
Ruhigere oder stehende Wasserfläche hinter einem Felsen oder einem anderen Hindernis im Bach, oft ein gutes Ziel nach einem Sturz. Siehe Bach sicher durchqueren. Wasser
Kienholz Fatwood, Kien, Kienstubben
Kiefernholz, in dem sich das natürliche Harz so stark angereichert hat, dass es selbst feucht zündet und mit heißer, rußender Flamme brennt. Fundorte und Merkmale unter Was ist Kienholz?. Feuer
Kienspan
Dünner Span oder Stab aus Kienholz. Er brennt mit heißer, langer, rußender Flamme, auch bei Feuchtigkeit, und dient als Anzünder bei nassem Wetter. Siehe Kienholz verarbeiten. Feuer
Klappsäge Astsäge, Folding Saw
Taschentaugliche Säge, deren Blatt in den Griff klappt. Sie wiegt 150–400 g und reicht für Heringe, Stangen und kleines Brennholz; siehe Klappsäge kaufen. Werkzeug
Klüpfel Holzhammer
Holzhammer aus einem Stück mit dickem Kopf und geschnitztem Griff, gefertigt aus einem gesunden Hartholzstamm. Er schlägt Heringe ein, treibt Stechbeitel und Hohleisen und spaltet mit Holzkeilen Rundlinge; siehe Holzhammer schnitzen. Werkzeug
Kohlenmonoxid CO
Geruch- und farbloses Gas, das bei jeder Flamme entsteht und sich in geschlossenen Zelten und Schneehöhlen anreichern kann. Sachliche Hinweise unter Belüftung und Kohlenmonoxid und Kocher nie im Zelt. Shelter
Kohte
Kegelzelt aus schwarzen Baumwollbahnen aus der deutschen Jugendbewegung der späten 1920er-Jahre; die Bahnen werden zusammengeknöpft, sodass jedes Gruppenmitglied eine trägt. Der Name geht auf das finnische kota zurück; siehe Tipi, Kohte, Jurte und Lavvu. Shelter
Komforttemperatur T-comf, Komfortbereich
Die Temperatur, bei der eine Standardperson nach EN ISO 23537 entspannt in Rückenlage schläft und sich wohlfühlt. Mit diesem Wert wird geplant; siehe Komfort, Limit und Extrem. Ausrüstung
Körnung
Zahl, die angibt, wie grob die Schleifpartikel eines Schleifsteins sind. Niedrige Werte tragen schnell Stahl ab, hohe Werte polieren die Schneide; siehe Schleifstein-Körnung. Werkzeug
Kreuzbund Square Lashing
Der Bund für zwei Stangen, die sich kreuzen und berühren, meist etwa im rechten Winkel. Er wird am häufigsten gebraucht, etwa für Querstangen und Tischplatten; siehe Kreuzbund binden. Fertigkeiten
Kreuzpeilung Rückwärtseinschneiden
Standortbestimmung, bei der du zwei oder drei bekannte Geländepunkte anpeilst und die Gegenrichtungen in die Karte einträgst. Wo sich die Linien schneiden, stehst du; siehe Standort bestimmen. Fertigkeiten
Kryptosporidien Cryptosporidium
Im Wasser vorkommende einzellige Parasiten von wenigen Mikrometern Größe, die Chlor und Jod widerstehen. Mikrofilter halten sie zurück, Abkochen macht sie unschädlich; Hintergrund unter Wovor schützt du dich?. Wasser

L

Lagerzonen
Die getrennten Bereiche eines geordneten Lagers für Schlafen, Feuer, Küche, Wasser und Toilette. Sie halten Funken, Essensgeruch und Abfall auseinander; siehe die fünf Lagerzonen. Fertigkeiten
Lake Salzlake
Kaltes Salzwasser, in das Fisch vor dem Räuchern eingelegt wird, typischerweise 50–100 g Salz pro Liter für 1–4 Stunden in der Kühlbox. Die Alternative ist Trockensalzen; siehe Fisch räuchern am Lagerfeuer. Kochen
Landeswaldgesetz
Waldgesetz eines Bundeslandes. Es legt fest, was über das bloße Betreten des Waldes hinaus erlaubt ist, etwa Zelten und Feuermachen. Allgemeine Orientierung ohne Rechtsberatung unter Recht und Erlaubnis. Shelter
Langfeuer Long Fire, Jägerfeuer
Feuer, das längs neben dem Schlafplatz brennt und den ganzen Körper wärmt: Zwei lange Stämme liegen parallel, das Feuer brennt in der Rinne dazwischen. Siehe Sternfeuer und Langfeuer. Feuer
Laubhütte Debris Hut, Debris Shelter
Kleiner, geschlossener Unterschlupf aus Firststange, Rippen und dicker Laubschicht. Er ist so eng gebaut, dass die eigene Körperwärme ihn erwärmt; siehe Was ist eine Laubhütte?. Shelter
Lavvu Lavvo
Das Zelt der Samen in Nordskandinavien: ein Kegelzelt, meist niedriger und breiter als ein Tipi und dadurch windstabil, mit Rauchöffnung an der Spitze. Siehe Tipi und Lavvu. Shelter
Lean-to Pultdach, Schrägdach
Einzelnes schräges Dach, vorn hoch und offen, hinten niedrig und geschlossen – mit dem Tarp gespannt oder aus Stangen und Naturmaterial gebaut. Siehe Was ist ein Lean-To?. Shelter
Lean-to-Feuer Windschutzfeuer
Feuerart für windiges Wetter: Das Anzündholz lehnt über dem Zunder an einem dicken Holz oder einem schräg gesteckten Stock, der die Flamme abschirmt. Siehe Tipi-Feuer und Lean-to-Feuer. Feuer
Leave No Trace LNT, spurlos unterwegs
Sieben Grundsätze für möglichst spurloses Verhalten draußen, von der Planung bis zur Rücksicht auf Wildtiere und andere Besucher. Siehe Leave No Trace im Bushcraft. Fertigkeiten
Lee Leeseite, Windschatten
Die windabgewandte, vom Wind geschützte Seite eines Hügels, einer Böschung, eines Waldrands oder Zelts. Du lagerst im Lee des Geländes und drehst Tür und Lüftungen zur Leeseite; siehe Zelten bei Wind. Shelter
Leitlinie Handrail, Handlauf
Langes Geländemerkmal, das grob in deine Richtung führt, etwa Weg, Bach, Waldrand oder Stromtrasse. Ihr zu folgen kostet kaum Kompassarbeit; siehe Leitlinien und Auffanglinien. Fertigkeiten
Leseholz Sammelholz
Am Boden liegendes, von Hand aufgelesenes Totholz. Ob du es mitnehmen darfst, regeln Waldgesetz und Waldbesitzer, teils ist ein Leseholzschein nötig; neutraler Überblick unter Feuer machen im Wald. Feuer
Limittemperatur T-lim, Grenztemperatur
Die Temperatur, bei der eine Standardperson nach EN ISO 23537 zusammengerollt etwa acht Stunden schläft, ohne vor Kälte aufzuwachen – eine kalte, keine gute Nacht. Siehe Welche Komforttemperatur brauche ich?. Ausrüstung
Löffelmesser Hakenmesser, Hook Knife
Schnitzmesser mit gebogener Klinge zum Aushöhlen von Mulden wie der Laffe eines Löffels. Die meisten sind für Rechts- oder Linkshänder geschliffen; siehe Löffelmesser. Werkzeug
Loses Ende Arbeitsende, Working End
Das Seilende, mit dem du den Knoten bindest. Das Gegenstück ist der stehende Part, der lange, ruhende Teil, der meist die Last trägt; siehe den Knoten-Finder. Fertigkeiten
Losung Kot
Jägersprachlich der Kot von Wildtieren. Form, Inhalt und Ablageort verraten die Art oft leichter als ein Trittsiegel; siehe weitere Zeichen. Fertigkeiten

M

Marschzahl Kurszahl, Azimut, Bearing
Eine Richtung als Winkel, im Uhrzeigersinn von Norden gemessen: 90° ist Osten, 180° Süden. Siehe Marschzahl aus der Karte bestimmen. Fertigkeiten
Mastwurf Webeleinstek, Clove Hitch
Schneller, verstellbarer Stek, um ein Seil an Stange, Ast oder Hering zu befestigen. Er ist Anfangs- und Endknoten der meisten Bünde; siehe Steks für Bäume und Stangen. Fertigkeiten
Meldezeit Check-in-Zeit
Vereinbarte Uhrzeit, bis zu der du dich bei deiner Kontaktperson meldest; bleibt die Nachricht aus, folgt sie den Schritten aus deinem schriftlichen Tourenplan. Sie ist der Kern von allein sicher unterwegs. Fertigkeiten
Mikroabenteuer Microadventure, Overnighter
Kurze, einfache Tour vor der Haustür, typischerweise eine einzelne Nacht draußen mit wenig Ausrüstung. Siehe Mikroabenteuer: die erste Nacht draußen und die erste Nacht Schritt für Schritt. Fertigkeiten
Missweisung Deklination
Winkel zwischen magnetisch Nord, wohin die Kompassnadel zeigt, und geografisch Nord. Sie hängt vom Ort ab und ändert sich langsam über die Jahre; siehe Missweisung. Fertigkeiten

N

Naismith-Regel
Basiswert für die Gehzeit: eine Stunde pro 5 km plus eine Stunde pro 600 Höhenmeter im Aufstieg. Siehe Entfernung messen oder rechne mit dem Gehzeit-Rechner. Fertigkeiten
Naturschnur Cordage, Naturfaserschnur
Von Hand aus Pflanzenfasern wie Brennnessel oder Lindenbast gedrehte Schnur – kostenlos, biologisch abbaubar und ideal für Lagerbauten auf Zeit. Siehe Was ist Naturschnur?. Fertigkeiten
Notbiwak
Ungeplante Nacht im Freien, etwa nach Verlaufen oder wenn das Tageslicht nicht reicht. Dann zählen Wärme, Trockenheit und Auffindbarkeit mehr als Komfort; siehe das ungeplante Notbiwak. Shelter
Notruf 112 Euronotruf
Die in der gesamten EU gültige Notrufnummer für Rettungsdienst und Feuerwehr. Was die Leitstelle wissen muss, steht unter Notruf 112. Fertigkeiten

O

Ofendurchführung Stove Jack
Feuerfester Ring in Wand oder Dach eines Hot Tents, durch den das Ofenrohr nach draußen führt. Es kommt nur ein Rohr zum Einsatz, das zur Durchführung passt; siehe Hot Tent mit Zeltofen. Shelter

P

Packsack Dry Bag, Rolltop-Sack
Wasserdichter Beutel mit Rollverschluss, der Schlafsack oder Kleidung im Rucksack trocken hält. Nicht dasselbe wie ein Rucksack-Inlett, das als ein großer Sack das ganze Hauptfach auskleidet; siehe Packsäcke und wasserdicht packen. Ausrüstung
Palstek Bowline
Knoten für eine feste Schlaufe am Seilende. Sie zieht sich nicht zu und lässt sich auch nach hoher Last leicht lösen; siehe Schlaufenknoten. Fertigkeiten
Paracord Fallschirmschnur, 550 Cord
Etwa 4 mm dicke Kernmantelschnur aus Nylon mit herausziehbaren Innensträngen. Sie ist vielseitig, dehnt sich aber bei Nässe; siehe Paracord: Arten und Einsatz und Paracord oder Naturschnur. Ausrüstung
Parallelbund Scherenbund
Bund für zwei nebeneinanderliegende Stangen. Spreizt du die freien Enden, entsteht ein Scherenbock, also ein A-Bock; siehe Parallelbund und Scherenbund. Fertigkeiten
Parang
Kurze, dicke Machete mit balliger Schneide, die neben grünem Bewuchs auch holzige Triebe und leichte Holzarbeit schafft. Siehe Parang oder Machete. Werkzeug
Patina
Dünne, dunkle, fest haftende Oxidschicht, die sich langsam auf Carbonstahl bildet und weitere Korrosion bremst. Anders als Rost ist sie glatt und färbt nicht ab; siehe Patina oder Rost. Werkzeug
Plattformfeuer
Unterbau aus dicht nebeneinandergelegten, etwa handgelenkdicken toten Hölzern, der das Feuer über Schnee, Moor oder nassen Boden hebt. Darauf lässt sich jede Feuerart bauen; siehe Plattformfeuer. Feuer
PLB Notfallsender, Personal Locator Beacon
Kleines Gerät, das dort, wo kein Handynetz ist, per Satellit nur einen Notruf mit deiner Position an die Rettungsdienste sendet. Ein Satelliten-Messenger kann meist zusätzlich Check-in-Nachrichten schicken; siehe allein sicher unterwegs. Ausrüstung
Polarstern Nordstern, Polaris
Der Stern, der über dem geografischen Norden stillsteht, während sich alle anderen um ihn drehen. Er ist nur mäßig hell und wird über die zwei Zeigersterne des Großen Wagens gefunden; siehe Polarstern finden. Fertigkeiten
Porengröße
Größe der Öffnungen eines Filterelements in Mikrometern. „Absolut“ heißt, dass keine Pore größer ist als angegeben; „nominal“ garantiert das nicht. Siehe Wie funktioniert ein Wasserfilter?. Wasser
Possibles Bag Possibles Pouch
Die Umhängetaschen-Variante des Gürtel-Kits: eine Tasche mit Feuerset, Becher, Erster Hilfe und kleinem Werkzeug, quer über den Körper getragen oder im Lager an einen Ast gehängt. Siehe Gürtel-Kit für Bushcraft. Ausrüstung
Prusikknoten Prusik, Klemmknoten
Klemmknoten aus einer geschlossenen Schlinge dünnerer Schnur um ein dickeres Seil. Unter Last klemmt er, entlastet lässt er sich verschieben; siehe der Prusikknoten. Fertigkeiten

Q

Quinzhee Quinzee
Schneeunterkunft, für die lockerer Schnee zu einem Haufen aufgeschüttet wird, sich setzt und verfestigt und dann ausgehöhlt wird. Sie funktioniert auch bei wenig Schnee; siehe Quinzhee bauen. Shelter

R

R-Wert R-Value, Wärmedurchgangswiderstand
Maß für den Wärmewiderstand einer Isomatte: höher ist wärmer, und die Werte übereinandergelegter Matten addieren sich. Siehe Was bedeutet der R-Wert? und den Schlafsystem-Rechner. Ausrüstung
Reflektorwand Reflektor
Niedrige Wand aus gestapelten toten Stämmen oder Steinen hinter dem Feuer, die Strahlungswärme zum Shelter zurückwirft. Siehe Reflektorwand und Lean-To-Feuer. Shelter
Rotlicht
Leuchtmodus der Stirnlampe, der die Dunkelanpassung der Augen weit weniger stört als weißes Licht. So bleibt die Nachtsicht bei Lagerarbeiten weitgehend erhalten; siehe Rotlicht und Nachtsicht. Ausrüstung
Rückspülen Backflush
Reinigen eines Hohlfaserfilters, indem sauberes Wasser rückwärts hindurchgedrückt wird, sodass der Schmutz auf der Rohwasserseite austritt und der Durchfluss wieder steigt. Siehe Filterpflege. Wasser

S

Scandi-Schliff Skandi-Schliff, Scandi Grind
Messerschliff mit einer breiten, ebenen Fase je Seite, die ohne zweite Fase bis zur Schneide läuft. Die Fase liegt flach auf Holz und Stein auf; siehe Scandi-Schliff schärfen. Werkzeug
Schärfwinkel Schleifwinkel
Winkel zwischen Fase und Mittellinie der Klinge, gemessen pro Seite. Ein kleiner Winkel schneidet leichter, ein größerer ist robuster; siehe Welcher Winkel für welches Werkzeug?. Werkzeug
Schattenstab
Methode, mit der Sonne die Richtung zu finden: Schattenspitze eines Stabs markieren, 15–20 Minuten warten, erneut markieren. Die Linie zwischen den Marken verläuft ungefähr von West nach Ost; siehe die Schattenstab-Methode. Fertigkeiten
Schlafsystem
Das Zusammenspiel von Schlafsack, Isomatte und Wetterschutz, das dich nachts warm und trocken hält – mehr als nur ein Schlafsack. Siehe das Bushcraft-Schlafsystem. Ausrüstung
Schlageisen Feuereisen, Feuerschläger
Stück aus kohlenstoffreichem, gehärtetem Stahl, von dem ein scharfkantiger Feuerstein beim Schlagen glühende Späne abhebt. Die übrige Ausrüstung steht unter Was brauchst du zum Feuerschlagen?. Feuer
Schlagholz Baton, Schlagknüppel
Knüppel aus totem, gesundem Hartholz, mit dem beim Batoning das Messer durchs Holz getrieben wird. Steine, Hämmer oder anderes Werkzeug sind dafür tabu; siehe Schlagholz selber machen. Werkzeug
Schleifschlamm
Grauer Brei aus losem Schleifkorn und Wasser, der sich beim Schärfen auf einem Wasserstein bildet. Er schleift mit, deshalb bleibt er während der Arbeit auf dem Stein; siehe Schleifstein richtig benutzen. Werkzeug
Schleifstein Wetzstein, Abziehstein
Flacher Stein aus Schleifmittel, auf dem die Klinge geschliffen wird, bis die Schneide wiederhergestellt ist. Unterwegs reicht ein kleiner Taschenstein; siehe das kleine Schärfset. Werkzeug
Schlüssellochfeuer Keyhole Fire
Feuerstelle in Form eines Schlüssellochs: Im runden Teil brennt das Hauptfeuer, die Glut wird in den schmalen Schlitz gezogen, über dem Topf oder Rost stehen. Siehe Schlüssellochfeuer. Feuer
Schnitzmesser Sloyd-Messer, Slöjdmesser
Messer aus der skandinavischen Werkunterricht-Tradition mit schmaler, gerader Klinge von etwa 5–8 cm und schlichtem, ovalem Griff. Siehe das Schnitzmesser. Werkzeug
Schrägstock Dingle Stick
Der einfachste Topfhalter: ein langer Stock schräg über dem Feuer, auf einer Astgabel aufgelegt, an dessen Spitze der Topf hängt. Für eine Person und einen leichten Topf steht er in wenigen Minuten; siehe Topfhalter fürs Lagerfeuer. Kochen
Schwedenfeuer Schwedenfackel, Baumfackel, Swedish Torch
Feuer in einem aufrecht stehenden Stammstück, das der Länge nach eingesägt oder gespalten ist. Es brennt von innen, die ebene Oberseite dient als kleiner Herd; siehe Was ist ein Schwedenfeuer?. Feuer
Sedimentfilter DIY-Wasserfilter, selbst gebauter Wasserfilter
Improvisierter Filter aus Schichten von Tuch, Sand und Holzkohle, der Schwebstoffe zurückhält und trübes Wasser klärt. Keime entfernt er nicht zuverlässig, deshalb folgt die Entkeimung; siehe Was kann ein selbst gebauter Filter?. Wasser
Seitenüberschlag Side Flash
Blitzstrom, der von einem getroffenen Baum, Mast oder anderen Objekt auf eine Person daneben überspringt. Deshalb ist der Schutz unter einem einzelnen Baum gefährlich; siehe Verhalten bei Gewitter. Fertigkeiten
Sieb Baumhindernis, Strainer
Umgestürzter Baum oder anderes Hindernis im fließenden Wasser, das Wasser durchlässt, aber alles Größere festhält – auch einen Menschen. Es ist eine der gefährlichsten Stellen im Bach; siehe Bach durchqueren. Wasser
Signalspiegel
Kleiner Spiegel, oft mit Visierloch, mit dem ein Sonnenlichtblitz gezielt auf Luftfahrzeuge oder entfernte Suchende gerichtet wird. Siehe den Lichtblitz richtig lenken. Fertigkeiten
SODIS solare Wasserdesinfektion
Notmethode, bei der klares Wasser in einer klaren PET-Flasche stundenlang in der vollen Sonne liegt, sodass UV-A-Strahlung und Wärme wirken. Bedingungen und Grenzen unter SODIS. Wasser
Solardestille
Mit Folie abgedeckte Grube, in der verdunstete Feuchtigkeit kondensiert und in ein Gefäß tropft. In gemäßigtem Klima liefert sie sehr wenig; siehe Transpirationsbeutel und Solardestille. Wasser
Spieß Grillspieß, Bratspieß
Grüner Stock oder Stab, auf den das Grillgut gesteckt und neben der Glut gedreht wird, meist auf zwei Astgabeln gelagert. Siehe Grillspieß selber bauen. Kochen
Spindel Bohrer
Der gerade Stab des Feuerbohrers, der sich dreht: Unten reibt er im Feuerbrett, oben läuft er im Drehkopf. Maße und Form stehen unter Feuerbohrer bauen. Feuer
Spirituskocher Spiritusbrenner
Einfacher, leiser Kocher, der flüssigen Brennspiritus mit blassblauer, im Sonnenlicht fast unsichtbarer Flamme verbrennt. Nachgefüllt wird nur, wenn er kalt ist; siehe Spiritus-, Gas- und Trockenbrennstoffkocher. Kochen
Sprudelndes Kochen Rolling Boil, wallendes Kochen
Kochen, bei dem große Blasen ununterbrochen über die ganze Oberfläche aufsteigen und sich auch durch Umrühren nicht stoppen lassen. Ab diesem Moment zählt die Zeit; siehe sprudelndes Kochen erkennen. Wasser
Startwasser Seed Water
Ein paar Zentimeter flüssiges Wasser, die vor dem Schnee in den Topf kommen. Es verteilt die Hitze, der Schnee schmilzt schneller und der Topfboden brennt nicht an; siehe warum Startwasser wichtig ist. Wasser
Stehendes Totholz
Abgestorbene Äste oder Stämmchen, die noch am Baum hängen oder aufrecht stehen und deshalb keinen Kontakt zum feuchten Boden haben. Meist das trockenste Brennholz; siehe trocken, tot oder stehend tot. Feuer
Stek
Knoten, der ein Seil an einem Gegenstand wie Baum, Stange oder Hering befestigt. Ein Stich verbindet dagegen zwei Seilenden miteinander; siehe Stiche zum Verbinden. Fertigkeiten
Sternfeuer Star Fire
Feuerart aus fünf oder sechs langen Hölzern, die wie Radspeichen zur Mitte zeigen und nur an den Spitzen brennen. Durch Nachschieben regelst du die Hitze; siehe Brenndauer der Feuerarten. Feuer
Stockbrot Knüppelbrot, Twist Bread
Brotteig, der um einen Stock gewickelt und über der Glut gebacken wird – das einfachste Brot am Lagerfeuer. Siehe Stockbrot backen. Kochen
Stopp, bleiben, pfeifen
Merkregel für Kinder, die sich verlaufen haben: stehen bleiben, am Platz bleiben, dreimal pfeifen und warten. Dreimal pfeifen ist ein weit verbreitetes Hilfesignal; siehe Sicherheitsregeln für Kinder. Fertigkeiten
STOPP-Regel STOP-Regel
Merkhilfe für die ersten Minuten eines Notfalls: Stopp, tief durchatmen, orientieren, planen. Sie verschafft dir einen Moment zum Nachdenken und verhindert überstürzte Entscheidungen; siehe die STOPP-Regel. Fertigkeiten
Stoppschnitt Stop Cut
Schnitt quer zur Faser, der festlegt, wo ein Span oder Spalt enden soll. Am Löffelhals gesägt, verhindert er, dass Späne in die Laffe laufen; siehe Stoppschnitte und Grobform. Fertigkeiten
Streichriemen Abziehleder, Strop
Streifen aus Leder, ersatzweise Holz, Filz oder Karton, über den die Schneide mit dem Rücken voran gezogen wird. Das poliert und entfernt die letzten Reste des Grats; siehe Abziehen mit Streichriemen. Werkzeug

T

Takling Whipping
Enge Wicklung aus dünnem Garn um ein Seilende, die das Ausfransen verhindert. Sie eignet sich für Naturfaserseile und für Schnüre, die sich schlecht verschmelzen lassen; siehe Seilpflege. Fertigkeiten
Tarp Plane, Tarpaulin
Flache, wasserdichte Plane mit Abspannpunkten, die mit Schnur und Heringen als offener Wetterschutz gespannt wird. Größen, Materialien und Ausstattung vergleicht Das richtige Tarp. Ausrüstung
Tipi-Feuer Pyramidenfeuer, Teepee
Der verbreitetste Startaufbau: Anzündholz lehnt kegelförmig um den Zunder, die aufsteigende Hitze lässt das Feuer schnell wachsen. Siehe einfache Feuerarten zum Anzünden. Feuer
Toilettenloch Katzenloch, Cathole
Kleines, 15–20 cm tiefes Loch fürs große Geschäft, mit Abstand zu Wasser, Lager und Wegen gegraben und danach wieder zugeschüttet. Siehe Toilette im Wald und Hygiene und Wasser, Toilette und Hygiene. Fertigkeiten
Top-down-Feuer Upside-down-Feuer
Feuerart mit den dicksten Hölzern unten, dünneren Lagen über Kreuz darüber und Zunder ganz oben. Es wird oben angezündet und brennt nach unten durch; siehe Blockhausfeuer und Top-down-Feuer. Feuer
Topfgalgen Kochgalgen
Topfhalter aus zwei Astgabeln mit einer Querstange über dem Feuer. Er ist stabiler als ein Schrägstock und passt für Gruppen, zwei Töpfe oder einen langen Abend; siehe Topfhalter und Kochdreibein. Kochen
Tourenplan Routenkarte
Notiz für eine Kontaktperson mit Route, Parkplatz und dem Zeitpunkt, ab dem sie Alarm schlagen soll. Er kostet fünf Minuten; siehe der Tourenplan. Fertigkeiten
Trekkingplatz Trekkingcamp
Kleiner, einfacher Stellplatz im Wald für wenige Zelte, der vorab online gebucht und nur zu Fuß erreicht wird – meist mit Komposttoilette, ohne Strom und Dusche. Siehe Trekkingplätze in Deutschland. Shelter
Trittsiegel Fährte, Abdruck
Jägersprachlich der einzelne Fußabdruck eines Tiers. Zehenballen, Krallen, Hauptballen oder Schalen sind die Teile, an denen du ihn bestimmst; siehe Aufbau eines Trittsiegels. Fertigkeiten
Tropfleine Tropfschnur, Drip Line
Kurze Schnur an Firstleine oder Tarp-Ecke, an der Wasser entlangläuft und außerhalb des Shelters zu Boden tropft – oder gezielt in den Topf. Siehe Regenmanagement und die Tropfschnur. Shelter
Trucker’s Hitch Fuhrmannsknoten, Spannerknoten
Spannknoten, der wie ein einfacher Flaschenzug wirkt: Ein Auge im stehenden Part ergibt theoretisch eine Übersetzung von 3:1. Damit wird die Firstleine straff; siehe Knoten zum Spannen. Fertigkeiten

U

Übungsstab Try Stick
Gerader Stab aus frischem Holz, etwa von Hasel, Weide oder Birke, an dem alle Grundschnitte und Kerben nacheinander geübt werden. Siehe der Übungsstab. Fertigkeiten
Umkehrdrehung Reverse Wrap
Handmethode für zweisträngige Schnur: Jeder Strang wird in eine Richtung verdreht, beide werden in der Gegenrichtung umeinandergelegt – das verriegelt die Schnur. Siehe die Umkehrdrehung. Fertigkeiten
Umkehrzeit
Feste Uhrzeit, die du vor der Tour festlegst und zu der du umkehrst, egal wo du gerade bist. Sie stoppt eine Kette kleiner Probleme, bevor es dunkel wird; siehe allein sicher unterwegs. Fertigkeiten
Underquilt
Isolierdecke, die außen unter der Hängematte hängt, wo das Körpergewicht ihre Füllung nicht zusammendrückt – die wärmste Lösung gegen Kälte von unten. Siehe Underquilt und Isolierung. Shelter
Unterkühlung Hypothermie
Absinken der Körperkerntemperatur durch Kälte, Nässe und Wind, möglich auch deutlich über dem Gefrierpunkt. Zu Warnzeichen und Verhalten siehe Unterkühlung erkennen und handeln und den Erste-Hilfe-Ratgeber. Fertigkeiten
UV-Entkeimer UV-Stift, UV-Lampe
Batteriebetriebenes Gerät, dessen UV-C-Licht das Erbgut von Mikroorganismen schädigt, sodass sie sich nicht mehr vermehren. Es wirkt nur in klarem Wasser; siehe UV-Entkeimer. Wasser

V

Vorfilter Vorfiltern, Pre-Filter
Groben Schmutz vor der eigentlichen Aufbereitung entfernen – durch Absetzenlassen oder Gießen durch ein Tuch. Das schont den Filter und hilft UV und Chemie; siehe Vorfiltern. Wasser
Vorhalten bewusstes Vorhalten, Aiming off
Bewusst einige Grad neben ein Ziel peilen, das an einem linienförmigen Merkmal wie einem Bach liegt. Beim Auftreffen weißt du dann sicher, in welche Richtung du abbiegen musst; siehe bewusstes Vorhalten. Fertigkeiten

W

Waffengesetz § 42a § 42a WaffG, Führverbot
Vorschrift des deutschen Waffengesetzes, die das Führen bestimmter Messer in der Öffentlichkeit einschränkt. Eine neutrale Orientierung ohne Rechtsberatung steht unter Messerrecht und Bushcraft-Messer und das Waffengesetz. Werkzeug
Waldbrandgefahrenindex WBI, Waldbrandstufe
Tagesaktuelle Einschätzung der Waldbrandgefahr durch den Deutschen Wetterdienst in fünf Stufen. Bei hohen Stufen können Behörden zusätzliche Verbote erlassen; siehe Wann ist ein Lagerfeuer erlaubt?. Feuer
Wärmekragen Draught Collar, Schulterkragen
Gefüllter Wulst im Schlafsack, der sich um die Schultern legt und verhindert, dass warme Luft nach oben entweicht. Unter etwa 5 °C wird er wichtig; siehe Schlafsackformen. Ausrüstung
Wassersäule
Maß für die Wasserdichtigkeit eines Gewebes: die Höhe einer Wassersäule in Millimetern, der es standhält, bevor Wasser durchdringt. Werte fürs Tarp stehen unter Wie wasserdicht muss ein Tarp sein?. Ausrüstung
Wattstunde Wh
Die Energieeinheit, auf die es bei Powerbanks ankommt: Wh = mAh × Volt ÷ 1.000. Rechne mit etwa 60–70 % der aufgedruckten Kapazität; siehe Strom unterwegs und den Powerbank-Rechner. Ausrüstung
Whiteout
Wetterlage, in der Schnee und Wolken zu einer grauweißen Fläche verschmelzen: Der Horizont verschwindet, Neigung und Entfernung lassen sich nicht mehr einschätzen. Langsamer gehen, zusammenbleiben und nach Kompasskurs navigieren; siehe Winterwandern. Fertigkeiten
Wieden Wiede, Withies
Dünne, frische Ruten von Weide oder Hasel, die der Länge nach verdreht werden, bis sich die Fasern lösen und die Rute geschmeidig wie ein Seil bindet. Siehe Naturschnur und Wieden. Fertigkeiten
Wildcampen Wildzelten, wild campen
Übernachten in der Natur abseits offizieller Campingplätze. In Deutschland gibt es kein allgemeines Recht dazu, die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland; neutraler Überblick unter Ist Wildcampen erlaubt?. Shelter
Wildwechsel
Von Wildtieren regelmäßig benutzter, ausgetretener Pfad zwischen Wasser, Deckung und Äsung. Das Lager steht nie darauf; siehe Wildtieren begegnen und Wildtiere bei der Platzwahl. Fertigkeiten
Windchill gefühlte Temperatur, Windkühle
Gefühlte Temperatur auf unbedeckter Haut, wenn Wind die dünne Warmluftschicht am Körper wegbläst – bei Kälte fühlt es sich deutlich kälter an, als das Thermometer zeigt. Siehe Windchill und den Windchill-Rechner. Ausrüstung
Witwenmacher Widowmaker, Gefahrenbaum
Toter oder abgebrochener Ast oder instabiler Baum, der ohne Vorwarnung herunterkommen kann. In Fallweite des Lagers darf nichts Totes oder Instabiles stehen; siehe Totholz und Gefahrenbäume erkennen. Shelter
Würgeschläge Frapping Turns
Windungen, die zwischen zwei Stangen um die Wicklungen eines Bundes laufen und sie festziehen – der Bund wird „abgewürgt“. Siehe Bünde im Knoten-Ratgeber. Fertigkeiten

Z

Zahnung TPI, Zähne pro Zoll
Größe und Zahl der Sägezähne, oft als TPI (Zähne pro Zoll) angegeben. Wenige große Zähne sägen schnell in nassem Holz, viele kleine sauber in hartem, trockenem; siehe Zahnung und TPI. Werkzeug
Zeckenkontrolle
Tägliches Absuchen von Kleidung und ganzem Körper nach Zecken, am besten jeden Abend nach einem Tag im Grünen. Siehe die tägliche Zeckenkontrolle. Fertigkeiten
Zehn C’s 10 C’s, 10 Cs of Survival
Merkhilfe für den Kern der Ausrüstung: Schneidwerkzeug, Feuer, Wetterschutz, Behälter, Schnur, Baumwolltuch, Licht, Kompass, Klebeband und Segelnadel – nach zehn englischen Begriffen mit C. Siehe die 10 C’s. Ausrüstung
Zunder Tinder
Feines, trockenes Material, das Funken, Glut oder eine kleine Flamme aufnimmt und lange genug brennt, um dünnes Anzündholz zu entzünden. Die wichtigsten Materialien stehen unter natürlicher Zunder. Feuer
Zundernest Vogelnest, Tinder Bundle
Handgroßes Nest aus grobem, feinem und feinstem Zunder mit einer Mulde in der Mitte. Darin wird eine Glut zur Flamme geblasen; siehe So baust du ein Zundernest. Feuer
Zunderschwamm Fomes fomentarius, Amadou
Hufförmiger Baumpilz, vor allem an Buche und Birke. Seine weiche Mittelschicht wird zu funkenfangendem Zunder aufbereitet; siehe Zunderschwamm und Zunderschwamm, Tschaga & Co.. Nur zum Feuermachen – kein Hinweis auf Essbarkeit. Feuer
Zwiebelprinzip Schichtenprinzip, Layering
Kleidung in mehreren dünnen Schichten – Basis-, Mittel-, Isolations- und Wetterschutzschicht –, die du je nach Belastung und Wetter an- und ausziehst. Siehe So funktioniert das Zwiebelprinzip. Ausrüstung