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Powerbank-Rechner

Wie groß die Powerbank sein muss für Handy, Stirnlampe und GPS – nach Tourdauer, Nutzung und Kälte.

Wie groß muss die Powerbank für die Wanderung oder den Campingtrip wirklich sein? Der Powerbank-Rechner ermittelt das aus deinem tatsächlichen Verbrauch: Handy-Akku und wie viel du ihn nutzt, USB-Stirnlampe, weitere Geräte wie Uhr oder GPS, Tourdauer und Wetter. Er zeigt den Energiebedarf pro Tag, die Kapazität, auf die du beim Kauf achten musst, in mAh und Wh, und die kleinste gängige Powerbank-Größe, die für deine Tour reicht. Methode und Rechenbeispiel sind dieselben wie in unserem Ratgeber Powerbanks, Akkus und Handy. Eine Regel steht vor jeder Zahl: Halte 20–30 % Handy-Akku für den Notruf zurück.

Deine Angaben

Tage
Wh
Typische Handys: 3.000–5.000 mAh bei 3,85 V ≈ 12–19 Wh (siehe Datenblatt).
Handynutzung pro Tag
Stirnlampe
Wh/Tag
Uhr, GPS oder Kamera, die an der Powerbank laden. Eine Sportuhr hat etwa 1–2 Wh.
Wetter
Powerbank 10.000 mAh
Powerbank 10.000 mAh 37 Wh · 180–250 g
Benötigt 8.300 mAh 31 Wh Nennkapazität
Pro Tag 8,0 Wh 2 Tag(e) aus der Powerbank

Energie pro Tag nach Gerät

  • Handy6,0 Wh
  • Stirnlampe2,0 Wh

Wie weit jede Powerbank-Größe auf dieser Tour reicht

PowerbankNennNutzbar (65 %)Tage bei deiner Nutzung (inkl. Zuschlag)
5.000 mAh19 Wh12 Wh1,2
10.000 mAh37 Wh24 Wh2,4
20.000 mAh74 Wh48 Wh4,8

Etwa ein Drittel der Nennkapazität geht bei der Umwandlung verloren, deshalb rechnet der Rechner mit 65 %. Der Zuschlag deckt Umwege, Fotos und Kälte ab. Dein eigenes Handy kann deutlich mehr oder weniger verbrauchen als diese typischen Werte – schau an einem normalen Tag in die Akku-Statistik.

Wie wird das berechnet?

Tagesbedarf = Handy-Akku (Wh) × Anteil pro Tag (sparsam 40 %, normal 70 %, intensiv 100 % – typische Werte) + 2 Wh für eine USB-Stirnlampe (halber 4-Wh-Akku pro Abend) + weitere Geräte. Tage aus der Powerbank = Tourtage − 1, wenn die Geräte voll starten. Energie, die ankommen muss = Tagesbedarf × Tage × Zuschlag (1,25 mild, 1,5 Frost). Nennkapazität = das ÷ 0,65, weil etwa ein Drittel bei der Umwandlung verloren geht; mAh = Wh × 1.000 ÷ 3,7 V (Zellen der Powerbank). Empfohlen wird die kleinste von 5.000 / 10.000 / 20.000 mAh, die reicht (Gewicht 100–150 / 180–250 / 300–450 g), sonst mehrere 20.000-mAh-Powerbanks. Gleiche Methode und gleiches Rechenbeispiel wie in unserem Ratgeber zu Powerbanks und Akkus.

So nutzt du den Powerbank-Rechner

  1. Gib die Tourdauer in Tagen ein (1 bis 14).
  2. Trag deinen Handy-Akku in Wh ein. Typische Handys haben 3.000–5.000 mAh bei 3,85 V, also etwa 12–19 Wh; den genauen Wert findest du in der Anleitung oder im Datenblatt.
  3. Wähle die Handynutzung pro Tag: sparsam (etwa 40 % des Akkus – Flugmodus, Offline-Karte, Display gedimmt), normal (etwa 70 %) oder intensiv (etwa 100 % – viele Fotos, Navigation mit eingeschaltetem Display, Nachrichten).
  4. Wähle deine Stirnlampe: USB-Akku, AA/AAA-Batterien oder keine.
  5. Ergänze weitere USB-Geräte in Wh pro Tag – eine Sportuhr hat etwa 1–2 Wh.
  6. Wähle das Wetter: mild schlägt 25 % auf, Frost 50 %.
  7. Lass Geräte beim Start voll geladen angehakt, wenn du mit vollen Akkus losgehst.

Das Ergebnis zeigt drei Werte: die empfohlene Powerbank mit Wattstunden und typischem Gewicht, die benötigte Kapazität in mAh und als Nennkapazität in Wh sowie die Energie pro Tag mit der Zahl der Tage, die die Powerbank abdecken muss. Darunter folgen ein Balkendiagramm des Tagesbedarfs nach Gerät und eine Tabelle, wie weit eine Powerbank mit 5.000, 10.000 und 20.000 mAh auf dieser Tour reicht – die empfohlene Größe ist hervorgehoben.

Rechenbeispiele

Das Wochenende: drei Tage, sparsam, mildes Wetter

Das ist das Rechenbeispiel aus unserem Strom-Ratgeber. Ein Handy mit 15-Wh-Akku, sparsam genutzt, eine USB-Stirnlampe, keine weiteren Geräte, drei Tage Tour bei mildem Wetter, alles zu Beginn voll geladen. Der Rechner zeigt:

  • Pro Tag: 8,0 Wh – Handy 6,0 Wh plus Stirnlampe 2,0 Wh, davon 2 Tage aus der Powerbank
  • Benötigt: 8.300 mAh – 31 Wh Nennkapazität
  • Powerbank: 10.000 mAh – 37 Wh, typischerweise 180–250 g

Den ersten Tag schaffen die vollen Geräte allein, die Powerbank deckt also zwei Tage ab: 16 Wh, plus 25 % = 20 Wh, die in deinen Geräten ankommen müssen, und 20 Wh ÷ 0,65 = rund 31 Wh aufgedruckte Kapazität. Die Tabelle zeigt die Reserve in Tagen: Eine 5.000-mAh-Powerbank reicht bei deiner Nutzung 1,2 Tage, eine mit 10.000 mAh 2,4 Tage und eine mit 20.000 mAh 4,8 Tage. Die 10.000-mAh-Powerbank passt mit etwas Luft.

Dieselbe Tour bei Frost

Stell das Wetter auf Frost, alles andere bleibt gleich. Der Tagesbedarf bleibt bei 8,0 Wh, doch der Zuschlag steigt auf 50 %: 16 Wh × 1,5 = 24 Wh, ÷ 0,65 ≈ 37 Wh. Der Rechner zeigt jetzt benötigt: 10.000 mAh (37 Wh Nennkapazität) und empfiehlt weiterhin eine 10.000-mAh-Powerbank – in der Tabelle reicht sie genau 2,0 Tage. Das ist die volle Powerbank ohne jede Reserve. Im Winter also die nächste Größe oder eine zweite kleine Powerbank. Zusätzlich erscheint ein Frost-Tipp: Handy und Powerbank tagsüber in der Innentasche, nachts im Schlafsack, und nur laden, wenn die Powerbank über 0 °C hat.

Mit halb leeren Geräten los

Nimm beim Wochenende mit mildem Wetter den Haken bei Geräte beim Start voll geladen heraus. Jetzt muss die Powerbank alle 3 Tage abdecken: Der Rechner kommt auf 12.500 mAh (46 Wh Nennkapazität) und empfiehlt eine 20.000-mAh-Powerbank (74 Wh, 300–450 g). Wer am Abend vorher alles auflädt, spart eine ganze Powerbank-Größe samt Gewicht.

Fünf Tage mit normaler Nutzung und Uhr

Eine Tour über 5 Tage, dasselbe 15-Wh-Handy mit normaler Nutzung, USB-Stirnlampe und eine Sportuhr mit 1,5 Wh pro Tag, mildes Wetter. Das Ergebnis:

  • Pro Tag: 14,0 Wh – Handy 10,5 Wh, Stirnlampe 2,0 Wh, weitere Geräte 1,5 Wh, davon 4 Tage aus der Powerbank
  • Benötigt: 29.100 mAh – 108 Wh Nennkapazität
  • Powerbank: 2 × 20.000 mAh, mit dem Hinweis „oder AA-Geräte / Solar auf langen Touren“

Eine einzelne 20.000-mAh-Powerbank reicht bei dieser Nutzung nur 2,7 Tage. Weil der Gesamtbedarf über 100 Wh liegt, ergänzt der Rechner den Flug-Hinweis: Fluggesellschaften begrenzen oft auf rund 100 Wh pro Powerbank ohne Genehmigung, und alle Powerbanks gehören ins Handgepäck. Jede der beiden 20.000-mAh-Powerbanks hat 74 Wh. Bevor du 600–900 g Powerbanks einpackst, schau auf den Tagesbedarf: Stell die Handynutzung auf sparsam, und der Rechner zeigt 9,5 Wh pro Tag, 19.800 mAh Bedarf (73 Wh Nennkapazität) und eine einzige 20.000-mAh-Powerbank – knapp, umso wichtiger ist die Reserve von 20–30 % auf dem Handy.

AA-Stirnlampe und Tageswanderung

Mit einer AA-Stirnlampe auf einer Tour über 4 Tage (sparsam, mild) hängt nur das Handy an der Powerbank: 6,0 Wh pro Tag, 3 Tage, 9.400 mAh (35 Wh Nennkapazität) – also 10.000 mAh, dazu der Tipp, Ersatzbatterien mitzunehmen. Bei einer Tagestour mit vollen Geräten zeigt der Rechner keine Powerbank nötig: Eine Tagestour läuft mit vollen Geräten. Als Notreserve für den Fall, dass du länger unterwegs bist als geplant, kann sich eine kleine Powerbank trotzdem lohnen.

So rechnet der Rechner

Der Rechner folgt der Methode in vier Zeilen aus unserem Strom-Ratgeber:

  • Tagesbedarf = Handy-Akku (Wh) × Anteil pro Tag + 2 Wh für eine USB-Stirnlampe + weitere Geräte. Die Anteile sind typische Werte: sparsam 40 %, normal 70 %, intensiv 100 %. Die 2 Wh für die Stirnlampe entsprechen einem halben 4-Wh-Akku pro Abend.
  • Tage aus der Powerbank = Tourtage − 1, wenn die Geräte voll starten, denn den ersten Tag schaffen die Geräte allein.
  • Energie, die ankommen muss = Tagesbedarf × Tage × Zuschlag. Der Zuschlag beträgt 1,25 bei mildem Wetter und 1,5 bei Frost; er deckt Umwege, Fotos und Kälte ab.
  • Nennkapazität = das ÷ 0,65. Etwa ein Drittel der aufgedruckten Kapazität geht bei der Spannungswandlung und als Wärme verloren, deshalb rechnet der Rechner mit 65 % (real liegt der Wert bei etwa 60–70 %).
  • mAh = Wh × 1.000 ÷ 3,7 V, die Spannung der Zellen in der Powerbank.

Empfohlen wird die kleinste von 5.000, 10.000 und 20.000 mAh, die den Bedarf deckt; darüber kombiniert der Rechner mehrere 20.000-mAh-Powerbanks. Die Spalte „Tage bei deiner Nutzung“ ist die nutzbare Energie der Powerbank (65 %) geteilt durch den Zuschlag und durch deinen Tagesbedarf – für die 10.000-mAh-Powerbank im Wochenend-Beispiel: 24 Wh ÷ 1,25 ÷ 8,0 Wh ≈ 2,4 Tage.

PowerbankNennkapazitätNutzbar (65 %)Typisches Gewicht
5.000 mAh19 Wh12 Wh100–150 g
10.000 mAh37 Wh24 Wh180–250 g
20.000 mAh74 Wh48 Wh300–450 g

Was der Rechner nicht weiß

  • Den echten Verbrauch deines Handys. 40, 70 und 100 % sind typische Werte. Dein Handy kann deutlich mehr oder weniger verbrauchen – schau an einem normalen Tag oder auf einer Testwanderung in die Akku-Statistik und pass die Nutzung an.
  • Wie kalt deine Powerbank wirklich wird. Der Frostzuschlag von 50 % setzt voraus, dass du die Akkus warm hältst. Ein Handy außen am Rucksack kann ausgehen, lange bevor der Akku leer ist. Mehr unter Handy-Akku bei Kälte und in unserem Ratgeber Wintercamping.
  • Die Notfallreserve. Der Rechner dimensioniert die Powerbank für deine geplante Nutzung. Die 20–30 % für den Notruf müssen trotzdem auf dem Handy bleiben – ist der Stand erreicht, ist das Handy nicht mehr deine Karte.
  • Ungeplante Nächte. Eine Verzögerung, ein Verlaufen oder schlechtes Wetter bringen einen Tag, der im Plan nicht vorkommt. Gerade allein unterwegs lieber mit einer größeren Powerbank planen.
  • Solar und AA-Geräte. Auf langen Touren können AA-Geräte oder ein Solarpanel einen Teil der Powerbank ersetzen. Lies vorher den ehrlichen Blick auf Solarladegeräte, bevor du dich darauf verlässt.
  • Regeln der Airlines. Der Flug-Hinweis ist eine Erinnerung, keine Rechtsauskunft. Die Regeln unterscheiden sich je nach Airline und Land – vor jedem Flug prüfen.

Erst Strom sparen, dann Kapazität kaufen

Flugmodus, Offline-Karten und ein dunkler Bildschirm sparen mehr als jede größere Powerbank. Lade die Karten vor der Abfahrt herunter und nimm Papierkarte und Kompass als Rückfallebene mit – wie das geht, steht im Ratgeber Navigationsausrüstung und Offline-Karten. Bei der Stirnlampe strecken Rotlicht und eine niedrige Stufe im Lager eine Ladung erheblich; siehe Stirnlampe richtig wählen. Im Herbst und Winter sind die Abende lang – mit dem Tageslicht-Rechner schätzt du ab, wie viele Stunden Stirnlampe du brauchst. Bist du allein unterwegs, gehört Strom zu deinem Sicherheitsplan: Lies Sicherheit auf Solotouren und wie der Notruf mit schwachem Akku funktioniert. Packst du für eine Bushcraft-Tour? Der Schleifwinkel-Rechner hilft beim anderen Ausrüstungsteil, das unterwegs Pflege braucht.

Häufige Fragen

Welche Powerbank brauche ich für ein Wanderwochenende?
Für ein Handy mit 15-Wh-Akku bei sparsamer Nutzung und eine USB-Stirnlampe braucht eine Tour über drei Tage rund 8 Wh pro Tag. Mit vollen Geräten zum Start deckt die Powerbank zwei Tage ab: Der Rechner zeigt 31 Wh Nennkapazität, rund 8.300 mAh, und empfiehlt eine 10.000-mAh-Powerbank (37 Wh). Bei normaler oder intensiver Nutzung oder bei Frost kann es eine Größe mehr sein.
Was ist der Unterschied zwischen mAh und Wh?
mAh ist eine Ladungsmenge bei einer bestimmten Spannung, Wh ist Energie. Powerbanks geben mAh für ihre Zellen mit 3,7 V an, Handys ihren Akku oft mit etwa 3,85 V – die mAh-Werte lassen sich also nicht direkt vergleichen. Umrechnen mit Wh = mAh × V ÷ 1.000: Eine 10.000-mAh-Powerbank hat 37 Wh, eine mit 20.000 mAh 74 Wh.
Warum rechnet der Rechner nur mit 65 % der Nennkapazität?
Etwa ein Drittel der aufgedruckten Kapazität geht bei der Spannungswandlung und als Wärme verloren, in der Powerbank und im Handy. Nutzbar sind typischerweise etwa 60–70 %, deshalb plant der Rechner mit 65 %. Eine 10.000-mAh-Powerbank (37 Wh) liefert so rund 24 Wh an deine Geräte.
Wie viel größer muss die Powerbank im Winter sein?
Bei Frost schlägt der Rechner 50 % statt 25 % auf. Im Wochenend-Beispiel steigt der Bedarf damit von 31 auf 37 Wh – genau eine volle 10.000-mAh-Powerbank ohne jede Reserve. Nimm die nächste Größe oder eine zweite kleine Powerbank mit und halte Handy und Powerbank tagsüber in der Innentasche und nachts im Schlafsack warm.
Warum zieht der Rechner einen Tag ab?
Startest du mit voll geladenen Geräten, läuft der erste Tag über deren eigene Akkus, und die Powerbank muss nur die restlichen Tage abdecken. Eine Tour über drei Tage braucht also zwei Tage aus der Powerbank. Nimmst du den Haken bei „Geräte beim Start voll geladen“ heraus, deckt sie alle Tage ab – im Wochenend-Beispiel wird aus 10.000 dann 20.000 mAh.
Darf ich eine große Powerbank mit ins Flugzeug nehmen?
Meist nur im Handgepäck, nicht im aufgegebenen Koffer, und viele Fluggesellschaften begrenzen nach Wattstunden – oft auf rund 100 Wh pro Powerbank ohne Sondergenehmigung. Eine 20.000-mAh-Powerbank mit 3,7 V hat 74 Wh. Der Rechner blendet einen Hinweis ein, wenn dein Gesamtbedarf über 100 Wh liegt. Die Regeln unterscheiden sich je nach Airline und Land, also vor jedem Flug prüfen.
Wie viel Akku sollte ich für den Notfall behalten?
Halte 20–30 % allein für den Notruf zurück, bei Kälte eher das obere Ende. Erreicht das Handy diesen Stand, nutzt du es nicht mehr zum Navigieren und Fotografieren, wechselst zu Karte und Kompass und hältst es warm im Flugmodus. Im Notfall wählst du die 112.