Ausrüstung
Powerbank, Akkus & Handy draußen
Welche Powerbank fürs Camping und Wandern? mAh und Wh, Größen für 1–5 Tage, Handy-Akku bei Kälte, AA-Akkus und ein ehrlicher Blick aufs Solarladegerät.
Rechner · Ausrüstung
Wie groß die Powerbank sein muss für Handy, Stirnlampe und GPS – nach Tourdauer, Nutzung und Kälte.
Wie groß muss die Powerbank für die Wanderung oder den Campingtrip wirklich sein? Der Powerbank-Rechner ermittelt das aus deinem tatsächlichen Verbrauch: Handy-Akku und wie viel du ihn nutzt, USB-Stirnlampe, weitere Geräte wie Uhr oder GPS, Tourdauer und Wetter. Er zeigt den Energiebedarf pro Tag, die Kapazität, auf die du beim Kauf achten musst, in mAh und Wh, und die kleinste gängige Powerbank-Größe, die für deine Tour reicht. Methode und Rechenbeispiel sind dieselben wie in unserem Ratgeber Powerbanks, Akkus und Handy. Eine Regel steht vor jeder Zahl: Halte 20–30 % Handy-Akku für den Notruf zurück.
| Powerbank | Nenn | Nutzbar (65 %) | Tage bei deiner Nutzung (inkl. Zuschlag) |
|---|---|---|---|
| 5.000 mAh | 19 Wh | 12 Wh | 1,2 |
| 10.000 mAh | 37 Wh | 24 Wh | 2,4 |
| 20.000 mAh | 74 Wh | 48 Wh | 4,8 |
Etwa ein Drittel der Nennkapazität geht bei der Umwandlung verloren, deshalb rechnet der Rechner mit 65 %. Der Zuschlag deckt Umwege, Fotos und Kälte ab. Dein eigenes Handy kann deutlich mehr oder weniger verbrauchen als diese typischen Werte – schau an einem normalen Tag in die Akku-Statistik.
Tagesbedarf = Handy-Akku (Wh) × Anteil pro Tag (sparsam 40 %, normal 70 %, intensiv 100 % – typische Werte) + 2 Wh für eine USB-Stirnlampe (halber 4-Wh-Akku pro Abend) + weitere Geräte. Tage aus der Powerbank = Tourtage − 1, wenn die Geräte voll starten. Energie, die ankommen muss = Tagesbedarf × Tage × Zuschlag (1,25 mild, 1,5 Frost). Nennkapazität = das ÷ 0,65, weil etwa ein Drittel bei der Umwandlung verloren geht; mAh = Wh × 1.000 ÷ 3,7 V (Zellen der Powerbank). Empfohlen wird die kleinste von 5.000 / 10.000 / 20.000 mAh, die reicht (Gewicht 100–150 / 180–250 / 300–450 g), sonst mehrere 20.000-mAh-Powerbanks. Gleiche Methode und gleiches Rechenbeispiel wie in unserem Ratgeber zu Powerbanks und Akkus.
Das Ergebnis zeigt drei Werte: die empfohlene Powerbank mit Wattstunden und typischem Gewicht, die benötigte Kapazität in mAh und als Nennkapazität in Wh sowie die Energie pro Tag mit der Zahl der Tage, die die Powerbank abdecken muss. Darunter folgen ein Balkendiagramm des Tagesbedarfs nach Gerät und eine Tabelle, wie weit eine Powerbank mit 5.000, 10.000 und 20.000 mAh auf dieser Tour reicht – die empfohlene Größe ist hervorgehoben.
Das ist das Rechenbeispiel aus unserem Strom-Ratgeber. Ein Handy mit 15-Wh-Akku, sparsam genutzt, eine USB-Stirnlampe, keine weiteren Geräte, drei Tage Tour bei mildem Wetter, alles zu Beginn voll geladen. Der Rechner zeigt:
Den ersten Tag schaffen die vollen Geräte allein, die Powerbank deckt also zwei Tage ab: 16 Wh, plus 25 % = 20 Wh, die in deinen Geräten ankommen müssen, und 20 Wh ÷ 0,65 = rund 31 Wh aufgedruckte Kapazität. Die Tabelle zeigt die Reserve in Tagen: Eine 5.000-mAh-Powerbank reicht bei deiner Nutzung 1,2 Tage, eine mit 10.000 mAh 2,4 Tage und eine mit 20.000 mAh 4,8 Tage. Die 10.000-mAh-Powerbank passt mit etwas Luft.
Stell das Wetter auf Frost, alles andere bleibt gleich. Der Tagesbedarf bleibt bei 8,0 Wh, doch der Zuschlag steigt auf 50 %: 16 Wh × 1,5 = 24 Wh, ÷ 0,65 ≈ 37 Wh. Der Rechner zeigt jetzt benötigt: 10.000 mAh (37 Wh Nennkapazität) und empfiehlt weiterhin eine 10.000-mAh-Powerbank – in der Tabelle reicht sie genau 2,0 Tage. Das ist die volle Powerbank ohne jede Reserve. Im Winter also die nächste Größe oder eine zweite kleine Powerbank. Zusätzlich erscheint ein Frost-Tipp: Handy und Powerbank tagsüber in der Innentasche, nachts im Schlafsack, und nur laden, wenn die Powerbank über 0 °C hat.
Nimm beim Wochenende mit mildem Wetter den Haken bei Geräte beim Start voll geladen heraus. Jetzt muss die Powerbank alle 3 Tage abdecken: Der Rechner kommt auf 12.500 mAh (46 Wh Nennkapazität) und empfiehlt eine 20.000-mAh-Powerbank (74 Wh, 300–450 g). Wer am Abend vorher alles auflädt, spart eine ganze Powerbank-Größe samt Gewicht.
Eine Tour über 5 Tage, dasselbe 15-Wh-Handy mit normaler Nutzung, USB-Stirnlampe und eine Sportuhr mit 1,5 Wh pro Tag, mildes Wetter. Das Ergebnis:
Eine einzelne 20.000-mAh-Powerbank reicht bei dieser Nutzung nur 2,7 Tage. Weil der Gesamtbedarf über 100 Wh liegt, ergänzt der Rechner den Flug-Hinweis: Fluggesellschaften begrenzen oft auf rund 100 Wh pro Powerbank ohne Genehmigung, und alle Powerbanks gehören ins Handgepäck. Jede der beiden 20.000-mAh-Powerbanks hat 74 Wh. Bevor du 600–900 g Powerbanks einpackst, schau auf den Tagesbedarf: Stell die Handynutzung auf sparsam, und der Rechner zeigt 9,5 Wh pro Tag, 19.800 mAh Bedarf (73 Wh Nennkapazität) und eine einzige 20.000-mAh-Powerbank – knapp, umso wichtiger ist die Reserve von 20–30 % auf dem Handy.
Mit einer AA-Stirnlampe auf einer Tour über 4 Tage (sparsam, mild) hängt nur das Handy an der Powerbank: 6,0 Wh pro Tag, 3 Tage, 9.400 mAh (35 Wh Nennkapazität) – also 10.000 mAh, dazu der Tipp, Ersatzbatterien mitzunehmen. Bei einer Tagestour mit vollen Geräten zeigt der Rechner keine Powerbank nötig: Eine Tagestour läuft mit vollen Geräten. Als Notreserve für den Fall, dass du länger unterwegs bist als geplant, kann sich eine kleine Powerbank trotzdem lohnen.
Der Rechner folgt der Methode in vier Zeilen aus unserem Strom-Ratgeber:
Empfohlen wird die kleinste von 5.000, 10.000 und 20.000 mAh, die den Bedarf deckt; darüber kombiniert der Rechner mehrere 20.000-mAh-Powerbanks. Die Spalte „Tage bei deiner Nutzung“ ist die nutzbare Energie der Powerbank (65 %) geteilt durch den Zuschlag und durch deinen Tagesbedarf – für die 10.000-mAh-Powerbank im Wochenend-Beispiel: 24 Wh ÷ 1,25 ÷ 8,0 Wh ≈ 2,4 Tage.
| Powerbank | Nennkapazität | Nutzbar (65 %) | Typisches Gewicht |
|---|---|---|---|
| 5.000 mAh | 19 Wh | 12 Wh | 100–150 g |
| 10.000 mAh | 37 Wh | 24 Wh | 180–250 g |
| 20.000 mAh | 74 Wh | 48 Wh | 300–450 g |
Flugmodus, Offline-Karten und ein dunkler Bildschirm sparen mehr als jede größere Powerbank. Lade die Karten vor der Abfahrt herunter und nimm Papierkarte und Kompass als Rückfallebene mit – wie das geht, steht im Ratgeber Navigationsausrüstung und Offline-Karten. Bei der Stirnlampe strecken Rotlicht und eine niedrige Stufe im Lager eine Ladung erheblich; siehe Stirnlampe richtig wählen. Im Herbst und Winter sind die Abende lang – mit dem Tageslicht-Rechner schätzt du ab, wie viele Stunden Stirnlampe du brauchst. Bist du allein unterwegs, gehört Strom zu deinem Sicherheitsplan: Lies Sicherheit auf Solotouren und wie der Notruf mit schwachem Akku funktioniert. Packst du für eine Bushcraft-Tour? Der Schleifwinkel-Rechner hilft beim anderen Ausrüstungsteil, das unterwegs Pflege braucht.