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A4-Checkliste mit allen bebilderten Schritten. Hake unterwegs auf Papier ab.

FeatherSticks · Fertigkeiten

Unterkühlung: Symptome erkennen, Erste Hilfe leisten, vorbeugen

Für eine Unterkühlung braucht es keinen Schnee. Acht Grad, Wind und Nässe reichen.

Kurz & knapp

Typisches Wetter
5–10 °C mit Wind und Regen – nicht nur Frost
Erste Zeichen
Zittern, Stolpern, Nuscheln, ungeschickte Hände, Gereiztheit
Erste Maßnahme
Anhalten, Windschutz, trockene Kleidung, vom Boden isolieren
Notruf
112 in Deutschland und der EU – früh anrufen

Das brauchst du

  • Trockene Wechselunterwäsche und Socken im wasserdichten Beutel
  • Warme Mütze und Handschuhe
  • Notbiwaksack oder Rettungsdecke; Gruppen-Notunterkunft für Gruppen
  • Isomatte oder Sitzkissen
  • Kocher, Becher und süße Getränke oder gefüllte Thermoskanne
  • Energiereiche Snacks
  • Geladenes Handy, Signalpfeife und Stirnlampe

Schritt für Schritt

  1. Warnzeichen früh erkennen

    1 Warnzeichen früh erkennen

    Zittern, ungeschickte Hände, Stolpern, Nuscheln und ein gereizter oder sehr stiller Begleiter sind das Warnsignal – bei jedem kalten, nassen oder windigen Wetter.

  2. Halt – raus aus Wind und Regen

    2 Halt – raus aus Wind und Regen

    Nicht weiterlaufen. Sofort hinter einen Windschutz, unter ein Tarp oder in Biwaksack oder Gruppen-Notunterkunft.

  3. Trocken, Mütze, weg vom Boden

    3 Trocken, Mütze, weg vom Boden

    Im Windschutz nasse Kleidung gegen trockene tauschen, Mütze auf und auf Isomatte oder Rucksack setzen – nie auf den nackten Boden.

  4. Isolieren und einpacken

    4 Isolieren und einpacken

    Matte darunter, Schlafsack darum, außen eine wind- und wasserdichte Hülle. Das Gesicht bleibt frei.

  5. Hellwach? Warm und süß trinken

    5 Hellwach? Warm und süß trinken

    Warme, gezuckerte Getränke und Süßes nur geben, wenn die Person ganz wach ist und sicher schlucken kann. Kein Alkohol.

  6. Schläfrig oder verwirrt: Notruf 112

    6 Schläfrig oder verwirrt: Notruf 112

    Verwirrtheit, Schläfrigkeit oder nachlassendes Zittern sind ein Notfall. 112 wählen, behutsam behandeln und flach liegen lassen.

Häufige Fehler

  • "Nur noch bis zur Hütte" weiterlaufen, obwohl jemand schon stolpert und nuschelt.
  • Glauben, dass es jemandem besser geht, weil er nicht mehr zittert – obwohl er weiter kalt und still ist.
  • Alkohol geben – oder überhaupt etwas zu trinken, wenn die Person schläfrig ist und nicht sicher schluckt.
  • Arme und Beine reiben, Erfrierungen mit Schnee abreiben oder taube Haut am Feuer wärmen.
  • Jemanden in den Schlafsack packen, aber auf dem nackten, nassen Boden liegen lassen.
  • Einen stark Ausgekühlten aufstehen, gehen oder sich "warm bewegen" lassen.
  • Im durchgeschwitzten Unterhemd laufen und keine trockene Reserve dabeihaben.