FeatherSticks · Werkzeug
Messer pflegen und Axt pflegen: Rost entfernen, ölen, richtig lagern
Fünf Minuten Pflege nach der Tour – und Messer und Axt halten Jahrzehnte.
Kurz & knapp
- Zeitaufwand
- 5 Min. nach der Tour, 30 Min. zweimal im Jahr
- Schwierigkeit
- Leicht – Gewohnheit zählt mehr als Können
- Geeignet für
- Messer, Äxte, Sägen, Scheiden und Holzgriffe
- Du brauchst
- Lappen, Öl, Leinöl, feines Schleifmittel
Das brauchst du
- Baumwolltücher: eins trocken, eins leicht geölt in Dose oder Zipbeutel
- Lebensmittelechtes Öl (Weißöl oder Kamelienöl) im kleinen Tropffläschchen
- Leinöl oder Leinölfirnis für Holzgriffe, dazu eine Blechdose mit Deckel für benutzte Lappen
- Stahlwolle 0000 oder ein Rostradierer
- Nassschleifpapier in Körnung 400, 600 und 1000 und ein kleiner Schleifklotz
- Lederfett oder Bienenwachspflege
- Alte Zahnbürste und Holzzahnstocher für Gelenke und Sägeschächte
- Ersatzkeile aus Hartholz und Stahl für die Axt
Schritt für Schritt
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1 Harz und Schmutz abwischen
Wisch Klinge, Axtkopf und Säge gleich nach der Tour sauber. Harz löst sich mit etwas Öl oder Spiritus. Wisch immer von der Rückenseite her, nie an der Schneide entlang.
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2 Alles restlos trocknen
Trockne Stahl, Griff und den Übergang dazwischen mit einem Tuch und lass alles eine Stunde an der Luft liegen. Scheide und Axtmaske trocknen getrennt bei Zimmertemperatur.
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3 Stahl hauchdünn ölen
Gib zwei bis drei Tropfen Öl auf ein Tuch und zieh einen dünnen Film über Klinge, Rücken und Axtkopf. Für alles, was Lebensmittel schneidet, nimmst du lebensmittelechtes Öl.
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4 Holz und Leder nähren
Reib Holzgriffe ein paar Mal im Jahr dünn mit Leinöl ein und wisch den Überschuss ab. Die Öllappen trocknest du flach im Freien: Zerknüllt können sie sich selbst entzünden.
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5 Trocken lagern, raus aus dem Leder
Lagere das Werkzeug in einem trockenen Raum, das Messer neben der Scheide statt darin. Vor der nächsten Tour prüfst du, ob der Axtkopf fest sitzt.
Häufige Fehler
- Das nasse Messer zurück in die Lederscheide stecken und bis zur nächsten Tour dort lassen.
- Leinöllappen zerknüllt in Eimer oder Tüte liegen lassen, statt sie flach im Freien zu trocknen oder unter Wasser zu setzen.
- Die lockere Axt ins Wasser stellen: einen Tag fest, danach lockerer als zuvor.
- Flugrost mit grobem Schleifpapier oder der Drahtbürste angehen und dabei gesunden Stahl und das Finish wegschleifen.
- Leder oder Holzstiel auf Ofen oder Heizung trocknen – beides reißt, und der Axtkopf lockert sich.
- Zu dick ölen: Klebrige Klingen sammeln Sand, nicht ausgehärtetes Leinöl hinterlässt eine schmierige Haut auf dem Stiel.
- Pflege für Schärfen halten – oder weiterarbeiten, obwohl sich der Kopf schon bewegt.