FeatherSticks · Wasser
Regenwasser sammeln outdoor – mit Tarp, Topf und Tau
Ein Millimeter Regen auf einem Quadratmeter ist ein Liter. Fang ihn auf.
Kurz & knapp
- Faustformel
- 1 mm Regen × 1 m² = 1 Liter
- Schwierigkeit
- Leicht – Tarp, Schnur, Topf
- Ideal für
- Regenlager, Höhenzüge, trockene Wälder
- Trotzdem nötig
- Aufbereiten: abkochen, filtern, entkeimen
Das brauchst du
- Tarp oder Poncho mit Abspannösen an den Ecken
- Schnur: Abspannleinen plus etwa 50 cm für die Tropfschnur
- Topf mit Deckel oder Falteimer
- Weithalsflaschen oder Wassersack, nur für Wasser
- Sauberes Baumwolltuch oder Halstuch zum Vorfiltern und für Tau
- Wasserfilter oder Entkeimungstabletten und ein Kocher zum Abkochen
Schritt für Schritt
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1 Frei aufspannen, eine Ecke tief
Spanne das Tarp straff unter freiem Himmel auf, nicht unter tropfenden Bäumen, und setze eine Ecke tiefer, damit die ganze Plane auf einen Punkt entwässert.
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2 Ersten Regen die Plane spülen lassen
Lass die ersten 5–10 Minuten gleichmäßigen Regens auf den Boden laufen. Sie nehmen Staub, Pollen, Nadeln und Vogelkot mit.
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3 Wasser in den Topf leiten
Knote eine kurze Tropfschnur an die tiefe Abspannöse und hänge das beschwerte Ende in einen sauberen Topf. So folgt das Wasser der Schnur, statt vorbeizuwehen.
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4 In saubere Flaschen umfüllen
Gieße durch ein sauberes Tuch in Flaschen, die nur für Wasser da sind, verschließe sie und stelle sie in den Schatten. Töpfe wechseln, bevor sie überlaufen.
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5 Vor dem Trinken aufbereiten
Sauber aufgefangener Regen ist risikoarm, aber nicht garantiert rein. 1 Minute sprudelnd kochen, über 2.000 m 3 Minuten – oder filtern und entkeimen.
Häufige Fehler
- Auf Regen setzen, statt verlässliches Wasser zu tragen oder einzuplanen.
- Unter Bäumen sammeln und braune Kronentraufe voller Krümel bekommen.
- Den ersten Ablauf mit allem Staub und Kot von der Plane auffangen.
- Kein klarer Tiefpunkt – das Tarp tropft überall, nur nicht über dem Topf.
- Wasser in einem schlaffen Lager-Tarp stehen lassen, bis eine Öse ausreißt.
- Den ungespülten Essenstopf nehmen und das Wasser dann tagelang lagern.
- Unbehandelt trinken, weil Regen „ja sowieso sauber“ sei.