FeatherSticks · Shelter
Wintercamping: Warm, trocken und sicher durch die kalte Nacht
Beim Wintercamping geht es nicht um Härte, sondern ums Trockenbleiben.
Kurz & knapp
- Zeit
- Lageraufbau 1–1,5 Std.; 14–16 Std. Dunkelheit einplanen
- Schwierigkeit
- Mittel; braucht gute Ausrüstung und Routine
- Ideal für
- Winter im Wald und Mittelgebirge, erste Schneenächte
- Du brauchst
- Winterschlafsack, Matten ab R 5, trockene Wechselwäsche, kältetauglicher Kocher
Das brauchst du
- Winterschlafsack (Komforttemperatur auf Höhe des Nachttiefstwerts oder darunter)
- Schaumstoffmatte plus isolierte Luftmatte (zusammen R 5+)
- Funktionsunterwäsche, Mittelschicht, Hardshell und Isojacke; trockene Wechselwäsche und Socken
- Warme Mütze, dünne Handschuhe und Fäustlinge, Schlauchtuch
- Kältetauglicher Kocher, Windschutz, isolierendes Kocherbrett, Feuerzeug und Streichhölzer
- Isolierhüllen für Flaschen und eine Thermoskanne
- Schneeschaufel und Schneeanker oder Totmann-Heringe
- Stirnlampe mit warm gehaltenen Ersatzbatterien, Erste-Hilfe-Set, Handy
Schritt für Schritt
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1 Mit dem kurzen Tag planen
Sonnenuntergang vorher prüfen und das Lager 1–2 Stunden vor Einbruch der Dunkelheit aufbauen. Winternächte dauern in Mitteleuropa rund 15–16 Stunden.
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2 Trocken bleiben im Zwiebelprinzip
Kühl starten, Reißverschlüsse öffnen, bevor du schwitzt, und bei jeder Pause die Isojacke anziehen. Eine trockene Garnitur bleibt für die Nacht.
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3 Sicheren, geschützten Platz wählen
Talsohlen mit Kaltluftsee, Totholz, schneebeladene Bäume und jedes Lawinengelände meiden. Ideal ist eine leicht erhöhte, geschützte Stufe.
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4 Plattform treten und aufbauen
Schnee festtreten, 20–30 Minuten setzen lassen, mit Schneeankern abspannen und auf der Windseite eine niedrige Mauer bauen.
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5 Isolation stapeln
Schaummatte unter eine isolierte Luftmatte legen (zusammen mindestens R 5) und einen Schlafsack für die Nachttiefsttemperatur wählen.
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6 Wasser und Gas flüssig halten
Flaschen kopfüber und isoliert lagern, eine heiße Flasche mit in den Schlafsack, Kartuschen warm halten und nie im geschlossenen Zelt kochen.
Häufige Fehler
- In der Isojacke laufen und alle Schichten durchschwitzen.
- Auf einer einzelnen Luftmatte im Schnee schlafen, statt Schaum darunterzulegen.
- In einer Talsohle oder Mulde zelten, in der sich nachts Kaltluft sammelt.
- Unter abgestorbenen oder schwer verschneiten Bäumen oder nahe Lawinengelände zelten.
- Den Kocher im geschlossenen Zelt betreiben.
- Trinkflaschen und Gaskartuschen nachts draußen liegen lassen.
- Erste Anzeichen von Erfrierung oder Unterkühlung ignorieren und weitergehen.