FeatherSticks · Shelter
Camping am Strand und an der Küste: Gezeiten, Wind, Sand und Regeln
Das Meer kommt zweimal am Tag zurück. Zelte dort, wo es dich nicht erreicht.
Kurz & knapp
- Grundregel
- Erst Regeln, dann Gezeiten: nur über der Hochwasserlinie zelten
- Schwierigkeit
- Mittel; Gezeiten und Wind brauchen Planung
- Ideal für
- Küstencampingplätze, Trekkingplätze und erlaubte Strände
- Du brauchst
- Gezeitentafel, alles Trinkwasser, Sandanker, Sonnenschutz
Das brauchst du
- Gezeitentafel für den nächsten Pegel und Windbericht
- Alles Trinkwasser plus etwas zum Abspülen
- Packsäcke für Sandanker, Ersatzleine, breite Sandheringe
- Niedriges Zelt oder Tarp mit vielen Abspannpunkten
- Sonnenhut, Sonnenbrille, Sonnencreme und ein Tarp als Schattendach
- Packsäcke oder Zipbeutel gegen Sand und Gischt
- Müllbeutel und Toilettenbeutel
- Handy in wasserdichter Hülle
Schritt für Schritt
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1 Erst die Regeln prüfen
Strände, Dünen und Küsten-Nationalparks verbieten Zelten und Feuer meist. Kläre vorher, was dort erlaubt ist, oder nimm einen Campingplatz.
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2 Gezeitentafel lesen
Notiere Hoch- und Niedrigwasser für deine Nächte, prüfe, ob Springtide ist, und schau in den Windbericht: Wind drückt das Wasser höher.
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3 Über dem Hochwasser zelten
Such den Spülsaum aus Tang und Treibgut, der das letzte Hochwasser markiert, und baue deutlich darüber auf – mit Reserve für Springtide und Sturmflut.
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4 Niedrige Seite in den Wind
Seewind trägt Sand. Baue niedrig, dreh die schmale Seite in den Wind und lege den Eingang auf die Lee-Seite.
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5 Mit Sandankern sichern
Normale Heringe rutschen aus dem Sand. Grabe mit Sand gefüllte Packsäcke, Stöcke oder Heringe 20–30 cm tief quer ein und tritt sie fest.
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6 Wasser mit, Spuren nicht
Meerwasser ist nicht trinkbar, also bring alles Trinkwasser mit. Nimm jeden Müll wieder mit und halte Abstand zu Dünen und Brutvögeln.
Häufige Fehler
- Am Strand oder in den Dünen zelten, ohne zu prüfen, ob es erlaubt ist.
- Auf nassem Sand oder zwischen Spülsaum und Meer aufbauen.
- Einem Spülsaum von der Nipptide vertrauen, obwohl Springtide oder auflandiger Sturm kommen.
- Weit auf Sandbänke oder ins Watt laufen, ohne die Gezeiten zu kennen.
- Normale Heringe im losen Sand nutzen und zusehen, wie das Zelt in der ersten Böe einknickt.
- Zu wenig Trinkwasser mitnehmen, weil ja überall Wasser ist.
- Ein Feuer mit Sand zuschütten, statt es mit Wasser zu löschen.