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A4-Checkliste mit allen bebilderten Schritten. Hake unterwegs auf Papier ab.

FeatherSticks · Fertigkeiten

Ungeplant draußen übernachten: So überstehst du eine Nacht im Notbiwak

Von der Dunkelheit überrascht? Zuerst kühlt dich der Boden aus, nicht die Luft.

Kurz & knapp

Entscheiden
Bei etwa 1 Stunde Resttageslicht
Schwierigkeit
Eher mental als körperlich
Prioritäten
Boden, Wind und Regen, Wärme, Signale, Wasser
Du brauchst
Biwaksack, Stirnlampe, Wechselschicht, Handy

Das brauchst du

  • Notfall-Biwaksack oder Rettungsdecke
  • Stirnlampe mit Ersatzbatterien
  • Warme Wechselschicht, Mütze und Handschuhe
  • Geladenes Handy mit Offline-Karten und Powerbank
  • Pfeife am Schultergurt
  • Feuerset im Packsack (Feuerzeug plus Reserve)
  • Erste-Hilfe-Set, Riegel und Wasser
  • Sitzkissen oder Stück Schaumstoffmatte

Schritt für Schritt

  1. Vor der Dunkelheit anhalten

    1 Vor der Dunkelheit anhalten

    Schaffst du es nicht mit etwa einer Stunde Licht Reserve zu Straße oder Hütte, halt an und bereite die Nacht vor, solange du noch siehst.

  2. STOPP: atmen, orientieren, planen

    2 STOPP: atmen, orientieren, planen

    Bleib stehen, setz dich, atme durch. Überleg, was passiert ist, schau dich um und mach erst dann einen ruhigen Plan.

  3. Notfall? Zuerst 112 wählen

    3 Notfall? Zuerst 112 wählen

    Ist jemand verletzt, stark ausgekühlt oder in Gefahr, wähl 112. Sonst schick deiner Kontaktperson Standort und Plan.

  4. Weg vom Boden, raus aus dem Wind

    4 Weg vom Boden, raus aus dem Wind

    Such einen geschützten, sicheren Platz und setz dich auf Rucksack, Seil, Wechselkleidung oder einen dicken Haufen trockenes Laub.

  5. Alle Schichten an, dann einpacken

    5 Alle Schichten an, dann einpacken

    Mütze und alle Schichten an, bevor du frierst, dann in Biwaksack oder Rettungsdecke – Gesicht frei lassen.

  6. Morgens: rausgehen oder warten

    6 Morgens: rausgehen oder warten

    Warte auf volles Tageslicht. Geh nur los, wenn du den Weg kennst; bist du unsicher oder verletzt, bleib und gib Signale.

Häufige Fehler

  • Im Dunkeln weiterlaufen, statt mit Restlicht anzuhalten.
  • Niemandem Route und Alarmzeit sagen, sodass keiner weiß, wo er suchen soll.
  • Auf nacktem Boden sitzen oder liegen und nur auf die Kleidung vertrauen.
  • Mit dem Notruf bis zum Morgen warten, obwohl jemand verletzt oder verwirrt ist.
  • Feuer, Kocher oder Kerze im Biwaksack oder geschlossenen Unterschlupf nutzen.
  • Den Handy-Akku abends mit Taschenlampe und Karten-App leeren.
  • Die Gruppe aufteilen, um den Weg zu suchen.