FeatherSticks · Fertigkeiten
Bäume bestimmen & Holzarten: heimische Bäume sicher erkennen
Fünf Bäume reichen, um jeden Wald mit anderen Augen zu sehen.
Kurz & knapp
- Einstieg
- 5 häufige Bäume, dann jeden Monat einen dazu
- Schwierigkeit
- Belaubt leicht, im Winter mittel
- Dreierregel
- Nie nach einem Merkmal – drei müssen passen
- Du brauchst
- Augen, Hände, Notizbuch; eine Lupe hilft
Das brauchst du
- Kleines Notizbuch und weicher Bleistift oder Wachsmalstift für Skizzen und Rindenabriebe
- Einschlaglupe (etwa 10-fach) für Knospen, Nadelunterseiten und Blatthaare
- Regionales Bestimmungsbuch oder Bestimmungs-App als zweite Meinung
- Klappsäge und feststehendes Messer – wo Führen und Benutzen erlaubt sind
- Papiertüten oder Umschläge für Falllaub, Zweige und Zapfen
- Arbeitshandschuhe für harziges oder raues Holz
Schritt für Schritt
-
1 Nadelbaum oder Laubbaum?
Nadeln oder Schuppen heißt Nadelbaum, flache Blattspreiten heißen Laubbaum. Dieser eine Blick halbiert die Liste der Kandidaten.
-
2 Nadeln lesen
Einzelne Nadeln: Fichte, Tanne oder Eibe. Lange Nadeln zu zweit: Kiefer. Weiche Büschel auf kleinen Höckern: Lärche.
-
3 Blatt und Blattstellung lesen
Ist das Blatt einfach, gelappt oder gefiedert? Dann zum Zweig: Gegenständige Paare sprechen für Ahorn, Esche oder Holunder. Fast alles andere steht wechselständig.
-
4 Rinde prüfen
Farbe, Oberfläche, Muster: weiß und abblätternd, glatt und grau, tief gefurcht, orange und schuppig. Schau unten am Stamm und weiter oben.
-
5 Knospen und Zweige ansehen
Knospen sind den ganzen Winter da. Achte auf Farbe, Form und Stellung: schwarz und paarweise ist Esche, lang und spitz ist Buche.
-
6 Zurücktreten: Wuchs und Standort
Betrachte den ganzen Baum und wo er steht – nasser Fuß, trockener Sand, tiefer Schatten. Benenne ihn erst, wenn drei Merkmale passen.
Häufige Fehler
- Einen Baum nach einem einzigen Merkmal benennen – nur ein Blatt oder nur die Rinde –, statt drei zu prüfen.
- Tanne und Eibe verwechseln oder irgendeinen unbestimmten Stock als Spieß nehmen.
- Im Winter einen kahlen Baum für tot halten und in lebendes Holz sägen.
- Brennholz vom Boden sammeln und der Holzart die Schuld geben, wenn es nur qualmt.
- Birkenrinde oder Lindenbast von lebenden Bäumen schälen.
- In Kunstfaserkleidung und unter dem Tarp dicht an einem Fichten- oder Lärchenfeuer sitzen.
- Unter alten Buchen, kranken Eschen oder hängendem Totholz lagern.